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Rallye-ÖM: BP Ultimate Rallye

Alles nach Plan

Sepp und Gertrude Pointinger haben ihr persönliches (und auch technisch machbares) Optimum aus der BP Ultimate Rallye herausgeholt.

Mehr als der dritte Platz bei den Historischen war diesmal nicht drin, und den haben sie geschafft. Auch das zweite große Ziel, das Auto bis auf den mechanischen Verschleíß heil nach Hause zu bringen, ist geglückt.

Dennoch war es eine Rallye mit einigem Nervenkitzel, im positiven wie im negativen Sinn. Wesentlich daran beteiligt war der starke Regen, denn so bestand nun wieder Hoffnung, die PS-mäßig übermächtigen Porsches zu besiegen. Aber: Christian Rosner beherrscht seinen Carrera immer besser, und auch Johannes Huber hat in Sachen Fahrzeugbeherrschung mächtig aufgeholt. Auf der ersten Prüfung befand sich Sepp Pointinger noch in unmittelbarer Schlagdistanz zum führenden Rosner, auch die zwei Sekunden Rückstand nach der zweiten Prüfung gaben noch Hoffnung. Dann aber begann die Dominanz von Christian Rosner - und die Aufholjagd von Johannes Huber.

Sepp Pointinger tat das, was er immer tut: Er driftete, was das Zeug hielt. Angriff ist immer noch die beste Verteidigung, egal welchen Platz es zu verteidigen gilt. Beim ersten Durchlauf der Prüfung Mönichkirchen wurde Sepp Pointinger ein Vorgeschmack auf die historische Safari-Rallye gegeben - der Vorderteil des Escorts badete in einer Wasserlacke, und das hat die Elektrik nicht so gern. Von den darauffolgenden Startschwierigkeiten profitierte zunächst Alois Nothdurfter, der um ein Haar den zweiten Platz bei den Historischen geerbt hätte. Weil aber, wie schon genannt, Angriff die beste Verteidigung ist, wurde die Angelegenheit auf der folgenden Prüfung in typischer Pointinger-Manier erledigt: Bestzeit bei den Historischen auf Mariensee II – ausnahmsweise sogar vor Christian Rosner!

Irgendwann einmal aber kommt der Moment, wo man nicht mehr weiter zulegen kann, vor allem, wenn man die Rallye halbwegs sicher beenden will, und das war ja auch ein gesetztes Ziel. Johannes Huber mit seinem Porsche konnte zulegen - und bezog ab SP 9 Position Zwei bei den Historischen. Die hinter ihm liegenden Gegner konnte Pointinger jedoch problemlos kontrollieren, und so gab es am Ende für Sepp und Gertrude Pointinger noch einen wunderbaren dritten Platz: Das entsprach ziemlich genau dem, was sie sich vorgenommen hatten. Daneben wurden sie auch noch 15. in der Gesamtwertung.

Somit: Ein hervorragendes Ergebnis beim vierten Lauf zur Castrol Historic Rallye-Staatsmeisterschaft und kein Schaden am Auto. Man kann sich also konzentriert der Vorbereitung des Einser-Escort zuwenden, der für eine große Aufgabe bestimmt ist: Wie schon angedeutet, steht die historische Safari-Rallye fest auf dem Terminplan von Sepp Pointinger, und das Fahrzeug muss schon etwas früher weg, da zählt jeder Arbeitstag.

Die Titelverteidigung wird angesichts der erneuten Erfolge von Christian Rosner und Johannes Huber und aufgrund des voraussichtlichen Fernbleibens bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye wohl abgeschrieben werden müssen, aber Pointinger und Historischer Rallyesport in Österreich bleiben nach wie vor zwei Begriffe, die miteinander untrennbar verbunden sind. Live wieder zu erleben bei der Ostarrichi-Rallye am 19. und 20. Oktober.

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