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ORM: Rallye Liezen

Vollgas statt Punktezählen

Als aktueller Tabellenzweiter hinter Raimund Baumschlager ist das Ziel von Mario Saibel klar: der Vizemeister-Titel muss her.

Foto: Harald Illmer

Die Jänner-Rallye hatte er noch ausgelassen, auch bei Schneebergland Rallye Ende Juni war er nicht dabei; Dass Mario Saibel und sein Co-Pilotin Pirmin Winklhofer halten bei nur vier Starts in dieser Saison dennoch erste Kraft nach Rekord-Champion Raimund „Mundl“ Baumschlager sind, spricht für die Beständigkeit des 40-jährigen Wieners: Nach Rang drei zuletzt bei der Rallye Weiz hält Saibel nun bereits bei vier Podestplätzen in Folge. Und hat trotz der extrem stark besetzten Meisterschaft dennoch satte 77 Punkte auf dem Konto.

Natürlich könnte sich Mario Saibel nun zurücklehnen und aus sicherer Position heraus auf die Fehler der Konkurrenz warten. Doch er wäre kein echter Rallye-Pilot, würde er nicht auch in Liezen aufs Ganze gehen. „Klar ist der Vizemeistertitel unser erklärtes Ziel. Aber ich werde deswegen sicher nicht auf die Bremse steigen“, stellt Saibel im Vorfeld der 168 Sonderprüfungs-Kilometer durchs Ennstal klar. „Wir haben mit unserer Reifenentscheidung zuletzt in Weiz viel riskiert und werden auch weiterhin bei den Reifenentscheidungen auf der aggressiven Seite bleiben. Ich fühle, dass ich jetzt in dem Auto angekommen bin und das ist ein sehr schönes Gefühl. Ich möchte auf jeden Fall pushen.“

Angesichts der Zusage seines Teamchefs Raimund Baumschlager und des Starts von Hermann Neubauer im Peugeot 208 R5 bleibt Mario Saibel jedoch realistisch: „Wenn alles normal läuft, werden sich die beiden den Sieg untereinander ausmachen. Aber wir wollen so dicht als möglich dranbleiben, dann sehen wir am Ende, was dabei rauskommt. Als fast reine Asphalt-Rallye sollte uns Liezen entgegenkommen. Andreas Aigner hat ja im Vorjahr schon als Veranstalter seiner Super-Special gezeigt, was er kann, ich freue mich auf jeden Fall enorm auf die neue Herausforderung.“

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