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ORM: Wechselland-Rallye

Heim Hinterhofer erkämpft seinen ersten Cup-Sieg!

Heimo Hinterhofer und Tamara Schweiger hatten bei ihrem ersehnten Premierensieg bis zum letzten Meter alle Hände voll zu tun. Jetzt führen beide die Cup-Tabellen an…

Fotos: bmp-motorsportfotos.com, GM Corp.

Dass er vor dem großen Heimspiel des Corsa-Cups recht locker einen Sieg, nämlich seinen allerersten im Cup zum gesteckten Ziel bei der Wechselland-Rallye erklärte, kann Heimo Hinterhofer begründen: „Wechselland und Weiz – das sind einfach meine Rallyes, die liegen mir! Das Erstellen des Aufschriebs fällt mir bei diesen Rallyes viel leichter als es beispielsweise im Lavanttal der Fall war. Auch die Schneebergland-Rallye ist ganz nach meinem Geschmack, doch das ist ein Schotter-Event und dort kann immer sehr viel passieren.“

Schwieriger Gipfelsturm

Dass der frühere Bergrennfahrer, der im Vorjahr im Rallyesport debütierte und heuer gemeinsam mit seiner Copilotin Tamara Schweiger die zweite Saison im Corsa-Cup absolviert, am Ende tatsächlich den Premierensieg bejubeln durfte, war zunächst alles andere als absehbar.

Denn das Duo Hinterhofer/Schweiger erlebte ausgerechnet auf der Bergsonderprüfung auf den Hochwechsel einen schwierigen Start in die Rallye. Nach dem ersten „Gipfelsturm“ auf rund 1400 Seehöhe lagen die beiden im Cup nur auf Platz vier, mit einem Rückstand von 17,6 Sekunden auf den führenden Lokalmatador Roland Stengg. Heimo Hinterhofer erklärt: „Ich fand die neue Prüfung auf den Hochwechsel voll cool, das ist für die Wechselland-Rallye eine echte Aufwertung – doch im ersten Durchgang waren die Bedingungen extrem schwierig und wir hatten zu harte Reifen am Auto, was definitiv die falsche Reifenwahl war, denn wir konnten den Reifen nicht auf Temperatur bringen. Auf dem drei Kilometer langen extrem schnellen Bergabteil war das Auto irrsinnig nervös – letztendlich waren wir froh, dass wir diese Prüfung beenden konnten.“

Auf den verbleibenden Prüfungen der ersten Etappe begannen Hinterhofer und Schweiger damit, ihren Rückstand sukzessive „abzuknabbern“ und sich vorzuarbeiten, nach vier Prüfungen fehlten nur noch 9,6 Sekunden auf Stengg, das steirische Duo belegte hinter Alois Scheidhammer Platz drei im Cup, gefolgt von Rene Rieder auf Platz vier.

Zu diesem Zeitpunkt waren jene „beiden Christophs“, die Heimo Hinterhofer im Wechselland schlagen wollte, längst nicht mehr im Rennen: Der regierende Champion Christoph Leitgeb musste im Vorfeld aus beruflichen Gründen absagen, der junge Christoph Lieb haderte von der ersten SP an mit Technikproblemen.

Am Samstag konnten sich Heimo Hinterhofer und Tamara Schweiger weiter vorarbeiten. Auf SP 6 zog man an Scheidhammer vorbei und lag nun auf dem zweiten Platz 10,9 Sekunden hinter dem Lokalmatador Roland Stengg.

Immer näher zoomten sich Hinterhofer/Schweiger an Stengg heran, sodass der Vorsprung von Stengg vor dem ersten Rundkurs Pinggau nur noch winzige 1,1 Sekunden betrug. Dann jedoch kam es auf der rund 37 Kilometer langen Strecke aufgrund von Unfällen zu Turbulenzen, sodass kurz nachdem Hinterhofer das Ziel erreicht hat die Prüfung abgebrochen wurde.

Zu den Ausfällen zählte auch Roland Stengg, der ein Rad verlor – womit Heimo auf den ersten Platz des Corsa-Cups vorrücken konnte. Hinterhofer erklärt: „Das hat mir schon sehr leid für Roland getan, er hätte hier sicher gerne seinen ersten Sieg gefeiert.“ Hinterhofer selbst erlebte eine nicht minder turbulente SP10: "Ich bin zweimal mehr oder weniger gestanden, habe also viel Zeit verloren.“ Grotesk mutet an: „Meine Zeit ist gewertet worden – hingegen erhielt Rene Rieder eine Zeit gutgeschrieben, die um vier Sekunden schneller war als wir.“

Der ersehnte Sieg war damit noch lange nicht in „trockenen Tüchern“, denn Rieder lag nur 9,6 Sekunden dahinter in Lauerstellung. Tatsächlich konnte der Cup-Heimkehrer auf der vorletzten Prüfung den Rückstand auf 4,8 Sekunden reduzieren. Überhaupt lagen die Zeiten innerhalb des Cups oftmals eng beieinander…

Heimo Hinterhofer erinnert sich: „An ein Verwalten der Führungsposition war unter diesen Bedingungen absolut unmöglich, wir haben auf dem zweiten Pinggau-Rundkurs noch einmal kräftig Gas gegeben, was sich dann auch bezahlt gemacht hat. Denn wir konnten mit der Bestzeit im Corsa-Cup nicht nur unseren Premierensieg absichern sondern auch den Vorsprung auf Rene Rieder vergrößern.“ Rieder belegte am Ende mit 12,3 Sekunden Rückstand Platz zwei vor Alois Scheidhammer.

Mit dem ersten Sieg im Corsa -Cup konnten Heimo Hinterhofer und Tamara Schweiger die Führung in den Cup-Tabellen übernehmen. Geht es nach Heimo, soll der Premierensieg nicht der letzte gewesen sein. Schon bei der Schneebergland-Rallye wird wieder hart attackiert…

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