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ORM: Waldviertel-Rallye

Duell auf Augenhöhe

Spannender hätte es kaum sein können: Johannes Huber und Gerald Hegenbart sicherten sich beim letzten ORM-Lauf den Meistertitel.

Foto: Harald Illmer

Die Österreichische Historische Rallye Meisterschaft 2016 verlief über die gesamte Saison auf Augenhöhe zwischen Johannes Huber und Willi Rabl, beide im Cockpit eines Porsche 911! Erst beim letzten Lauf der ÖHRM, bei der Waldviertel-Rallye von 18. bis 19. November 2016, sollte die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fallen. Bereits am 1. Tag konnte Johannes Huber, mit seinem bereits als Meister 2016 der Co-Piloten feststehenden Partner Gerald Hegenbart, einen bequemen Zeitpolster von über 34 Sekunden herausfahren.

Huber ging den 2. Tag jedoch viel zu sehr mit Bedacht an und so konnte Willi Rabl den Rückstand bis zur SP 7 auf ein Plus von Huber/Hegenbart von nur mehr 6,3 Sekunden erkämpfen. Ein verbogenes Gasgestänge auf der langen SP 8 hatte zur Folge, dass Huber kein Vollgas mehr geben konnte und dies verschaffte Rabl einen Vorteil von über 1 Minute 11 Sekunden. Der vom Service-Team unter der Leitung von Jakub Strach behobene Fehler ließ auf einen entsprechenden Schlussangriff auf die Meisterschaft hoffen.

Schon bei der nächsten SP Langenlois gelang eine Bestzeit, doch für Huber war klar, dass das kaum reichen wird. Und doch kam es unverhofft ganz anders. Leider warf ein winziger technischer Defekt den über die gesamte Saison bravurös fahrenden Willi Rabl aus dem Bewerb. Auf der gleichen SP hatte Huber sogar 2 Reifenschäden und konnte sich im letzten Augenblick auf der Felge noch in die Servicezone retten.

Die verbleibenden Sonderprüfungen musste Huber mit völlig ungeeigneten Reifen über die Distanz retten, da keine passenden Schotterräder mehr verfügbar waren. So entstand zwar noch ein großer Zeitverlust, der aber letztlich für die Meisterschaft unerheblich war! Mit diesem Sieg errang Johannes Huber nach 2007 und 2013 seinen dritten Staatsmeistertitel in der Österreichischen Historischen Rallye Meisterschaft! Eine tiefe Verneigung auch vor Willi Rabl, der dieses Ende wirklich nicht verdient hat und in diesem Jahr ein überaus starker Gegner war!

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