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ORM: Weiz-Rallye

Des einen Pech, des andern Glück

Michael Böhm und Jasmin Noll konnten in Weiz dank des Ausfalls von Simon Wagner den zweiten Platz in der ORM2WD belegen.

Das gute Gefühl, mit dem Michael Böhm in die Rallye Weiz gestartet war, hat ihn nicht getäuscht. „Diese Rallye hier liegt mir besonders gut“, freute sich der 42-jährige Niederösterreicher über seinen zweiten Platz in der 2WD-Wertung.

Dass ausgerechnet das Pech eines Konkurrenten am letztendlichen Glück des Duos Michael Böhm/Jasmin Noll einen gewissen Anteil hatte, tat der positiven Stimmung dabei keinen Abbruch.

Böhm: „Weil wir uns bei dieser Rallye absolut gar nichts vorwerfen können. Jasmin und ich haben alles gegeben, was wir konnten. Obwohl ich mit einer starken Verkühlung zu kämpfen hatte, habe ich den Adam wirklich voll ausgereizt und keinen nennenswerten Fehler gemacht. Höhepunkt war dabei sicher unsere 2WD-Bestzeit auf der Sonderprüfung 10 Thannhausen. Da waren nur noch R5- und WRC-Boliden vor uns. Das muss man sich einmal vorstellen. So gesehen haben wir uns einen Spitzenplatz redlich und hart erarbeitet. Für Simon Wagner tut es mir aus ehrlichem Herzen leid. Er hätte sich nach zehn SP-Bestzeiten den Sieg hochverdient. Wenn dann das Auto nach der letzten Prüfung auf dem Weg ins Ziel liegenbleibt, ist das schon mega-hart.“

Wirklich neue Erkenntnisse hat die Rallye Weiz jedoch nicht gebracht. „Jasmin hat wie immer einen ganz tollen Job gemacht“, so das Böhm’sche Lob an die Copilotin. „Und im Adam-Cup habe ich nunmehr auch wieder die Führung übernommen, die ich nach unserem Ausfall im Lavanttal ja verloren habe. Also ist auch hier eine gewisse Rangordnung wieder hergestellt. Außerdem gibt es für einen Sieg im Cup auch Preisgeld, was bei einem kleinen Budget, wie wir es haben, ja auch nie schaden kann.“

In Bezug auf die Titelverteidigung in der 2WD-Meisterschaft ist die Ausgangslage nach wie vor schwierig. Böhm: „Der Adam R2 ist ein tolles Rennauto. Wir haben aber von Anfang an gewusst, dass wir nur dann eine echte Chance haben, wenn die Leute in den leistungsstärkeren Fahrzeugen nicht immer durchkommen. Obwohl man das natürlich keinem wünscht!“

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