RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Waldviertel-Rallye

Simon Wagner kämpft um weiteren Titel

Den Titel als Junioren-Staatsmeister hat Simon Wagner bereits in der Tasche – beim großartigen Saisonfinale im Rahmen der Waldviertel-Rallye möchte er sich zum ORM2WD-Staatsmeister küren. Unterdessen wird Julian, der jüngere Bruder, im Opel Adam den Vergleich mit einem Werksteam suchen…

Fotos: Dominik Fessl, Daniel Fessl

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. November) steigt mit der Waldviertel-Rallye ein echtes „Grande Finale“, ein würdiger Abschluss für eine der besten ORM-Saisonen seit vielen Jahren. Das Rallye-Spektakel inklusive einer Live-Übertragung im ORF hat es auch den Brüdern Simon und Julian Wagner angetan, Simon erklärt stellvertretend für die gesamte Familie Wagner: „Die Waldviertel-Rallye ist eine ganz tolle Veranstaltung – es gibt ein großartiges internationales Starterfeld und die besagte Live-Übertragung, die uns die Möglichkeit bietet, unsere Sponsoren einem großen und begeisterten Publikum zu präsentieren. Wir möchten uns bei Veranstalter Helmut Schöpf für sein großartiges Engagement bedanken – und man muss heutzutage froh sein, dass wir fahren dürfen und dass solche Events genehmigt werden.“

Für Simon wird das ORM-Finale die Krönung seiner ersten vollen Saison in der ORM2WD darstellen – zum ersten Mal absolvierte er die volle Saison in der Staatsmeisterschaft für zweiradangetriebene Fahrzeuge, in einem siegfähigen Auto wollte er um den Titel kämpfen, was auf Anhieb funktioniert hat: Denn im Waldviertel kann der bereits feststehende Junioren-Staatsmeister auch den Titel in der ORM2WD erobern, auf den Tabellenleader Daniel Wollinger fehlen nur zwei Punkte. Gezündet wird wie schon die gesamte Saison über ein von Teamchef Manuel Wurmbrand und seinem Team bestens vorbereiteter Citroen DS3 R3.

Die heuer stark besetzte ORM2WD wird also mit dem großen Duell zwischen dem im Vergleich schon erfahrenen Daniel Wollinger und seinem jungen Herausforderer Simon Wagner ihren Abschluss finden. Dabei war es zunächst unklar, ob Wollinger starten wird – seine Nennung hat Simon begrüßt: „Ich bin wirklich froh darüber, dass Daniel das Budget für seinen Start aufstellen konnte – denn ich möchte ihn aus eigener Kraft heraus schlagen und keinen Titel feiern, weil er nicht fahren konnte.“

Naturgemäß wird sich Simon an Daniel orientieren und darauf achten, vor ihm zu liegen. Daher ist eine Zielankunft quasi die oberste Pflicht: „Ganz klar! Wir müssen das Auto auf jeden Fall ins Ziel bringen. Das ist ein erhöhter Druck, aber damit muss man umgehen. Und das kann ich auch.“

Doch weil Simon ein Wettbewerbsmensch ist, wird er wohl auch den Drang verspüren, sich im internationalen Vergleich messen zu können. Schließlich gibt die European Rally Trophy (ERT) im Waldviertel ihr großes Finale und es haben sich sehr starke Piloten aus ganz Europa angekündigt. Simon gibt ganz offen zu: „Natürlich interessiert es mich brennend zu sehen, wo wir im internationalen Vergleich stehen. Und natürlich blinzle ich mit einem Auge auf das Gesamt2WD-Podium. Letztendlich wird es ein Balanceakt – und am Ende wollen wir Daniel im Staatsmeisterduell schlagen, mit einem Spitzenergebnis wäre das am allerbesten möglich.“ Navigiert wird Simon wieder von der erfahrenen und mit allen Rallye-Wassern gewaschenen Copilotin Ursula Mayrhofer.

Julian: Sich mit den Besten messen

Für den zwei Jahre jüngeren Bruder von Simon, Julian Wagner, wird es die erste Rallye mit einem 2WD-Fahrzeug auf Schotter sein. Nach einigen, zum Teil auch technisch bedingten Ausfällen sagt Julian salopp: „Ich würde im Waldviertel ganz gerne wieder einmal das Ziel sehen.“

Mit dem bewährten Profihirn Jürgen Heigl an seiner Seite steigt Julian im Waldviertel erneut in einen von Stengg Motorsport perfekt vorbereiteten Opel Adam R2. Nachdem er in dieser Saison bereits einige andere Fahrzeuge ausprobiert hatte, fühlte er sich im Adam von Beginn an bestens aufgehoben. Durch die Fahrzeug- und Klassen-Wechsel muss Julian auf keine Tabellenstände achten und kann den Adam daher ohne jede Taktik fliegen lassen.

Der Jungpilot, der sich in seinem allerersten Rallyejahr gleich einmal zum Champion der Austrian Rallye Challenge kürte, und das mit einigen Läufen in einem R1-Fahrzeug, sucht naturgemäß den Vergleich mit den Allerbesten. Julian grinst: „Es gibt den Finnen Jari Huttunen, der fährt für das deutsche Opel-Werksteam, hat heuer den deutschen Opel Adam Cup gewonnen. Ja, ich freu mich auf den Vergleich mit einem echten Werksauto – genau das treibt uns an: Wir wollen wissen, wo wir stehen.“

Junioren ORM – Stand nach 6 von 7 Rallyes:

1. Simon Wagner 128 Punkte Staatsmeister
2. Christoph Zellhofer 71 Punkte
3. Luca Waldherr 63 Punkte

ORM2WD – Stand nach 6 von 7 Rallyes:

1. Daniel Wollinger 124 Punkte
2. Simon Wagner 122 Punkte
3. Andreas Kainer 74 Punkte
4. Michael Böhm 72 Punkte

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Waldviertel-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Schindelegger

Sensationeller EHRC-Start in Fafe

Das Rallyeteam Schindelegger hat in Fafe bei der historischen Schotter- Europameisterschaft mit Gesamtplatz 6 einen Traum-Saisonstart hingelegt.

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.