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ORM: Wechselland-Rallye

Motorschaden stoppt Kalteis/Kuntner

Bestens vorbereitet trat das Team Rallye ABST, bestehend aus Martin Kalteis, Markus Kuntner und deren Serviceteam, zur Rallye an.

Bildquelle: Rallye ABST Team

Zwar musste man aus Budgetgründen den vorhergehenden Meisterschaftslauf im Lavanttal auslassen, doch nutzte das Team die Pause, um sich auf die spektakuläre Rallye im Wechselland intensiv vorzubereiten. Das Wetter zeigte sich von seiner fahrerisch anspruchsvollsten Seite, zog den Nebelvorhang vor und legte mit Regen noch einmal nach. Bedingungen, bei denen das Vertrauen in den Aufschrieb unabdingbar ist und die Ansage des Co-Piloten den einzigen Anhaltspunkt in der Nebelsuppe darstellt; Bedingungen, die Martin Kalteis durchaus liegen.

Bis in die Haarspitzen motiviert, nach der unfreiwilligen Pause endlich wieder im Renntempo über abgesperrte Strecken zu glühen, startete das Rallye-ABST-Duo in die erste Sonderprüfung und beendete diese nach zügig sicherer Fahrt ohne besondere Vorkommnisse. Die eigene Leistung einzuschätzen ist immer besonders schwierig, da niemand weiß, wie gut man selbst im Vergleich zu den Kollegen durch diesen Nebel gefunden hatte, doch bereits beim Helmabnehmen im Ziel wurde die gefahrene Zeit zur Nebensache. Der Motor des Mitsubishi Evo VII gab unerfreuliche Geräusche von sich.

Die Hoffnung, dass es sich dabei um einen defekten Hydrostößel handelt, mit dem man die Rallye unter Umständen beenden hätte können, verflüchtigte sich bereits auf den ersten Metern der zweiten Sonderprüfung, auf der der Mitsubishi endgültig mit Motorschaden liegenblieb. Nachdem der Motor zerlegt worden war, konnte ein gebrochener Kolben als Ursache festgestellt werden, der zu einem kapitalen Motorschaden geführt hatte.

Tröstlich, aber leider unbeachtet: Auf SP 1 belegte das Team Rallye ABST den ausgezeichneten fünften Gesamtrang hinter den vier WRCs und noch vor dem R5 von Niki Mayr-Melnhof, der sich einen kleinen Ausritt leistete. Auch der Abstand von mehr als 20 Sekunden auf den nächsten Verfolger sprach eine deutliche Sprache, was bei dieser Rallye alles möglich gewesen wäre. Nun sind die Gedanken bereits auf die in acht Wochen stattfindende Schneebergland-Rallye gerichtet – eine Zeit, in der ein Ersatztriebwerk gefunden werden muss, sollte man dort am Start stehen wollen.

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