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ORM: Lavanttal-Rallye

Zwei Saisonsieger und viele Jäger

Auch in Abwesenheit von Raimund Baumschlager ist beim dritten ÖM-Lauf 2018 alles für einen spannenden Kampf um den Sieg angerichtet.

Fotos: Harald Illmer

Im vergangenen Jahr feierte der damals neu gegründete MSC Lavanttal seine Premiere als Organisator der 41. Lavanttal-Rallye. Man konnte dabei eine durchaus positive Bilanz ziehen und viel Erfahrung sammeln, die man zum Teil schon für die 42. Auflage dieses Rallyeklassikers einbringen konnte. Nach einer kleinen Umstruktuierung setzt sich der Vorstand des MSC Lavanttal aus folgenden Personen zusammen: Obmann ist Horst Nadles, Obmann-Stv. Günther Joham, Kassier Willi Taudes und Schriftführer Horst Nadles.

Die heimische Rallyespitze wird sich wohl auch in Kärnten, wie vor kurzem im steirischen Rebenland mit dem Zentrum Leutschach und davor bei der Jännerrallye im oberösterreichischen Freistadt, eine spannende und aufregende Auseinandersetzung liefern. Die 42. Lavanttal-Rallye zählt als dritter Lauf zur heimischen Rallyestaatsmeisterschaft, zur österreichischen 2WD-Rallyestaatsmeisterschaft, zur österreichischen Juniorenrallyestaatsmeisterschaft, zur historischen Rallyestaatsmeisterschaft, zum Österreichischen Rallyecup der AMF sowue zum historischen Rallyecup der AMF und ist der zweite Lauf des Mitropa Rallye Cups 2018 und des M1 Rallye Masters 2018.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als 93 Mannschaften ihre Nennung abgegeben haben, sind es 2018 sogr 98 Teams. Die Teilnehmer kommen aus elf Nationen, darunter befinden sich zehn nationale Prioritätsfahrer. 59 heimischen Teams stehen 39 ausländische Mannschaften gegenüber. Auch heuer wird es durch den (neu gegründeten) Kiwanis Club Unterkärnten eine große Benefizaktion geben. Nachdem Hannes Primus mit seiner Mannschaft in den letzten Jahren schon so bekannte Leute wie Stig Blomqvist, Harald Demuth, Walter Röhrl und Franz Wittmann ins Lavanttal gebracht hat, wird diesmal ein weiterer Österreicher für die gute Sache unterwegs sein: Sepp Haider, ungekrönter Driftkönig und 1988 Sieger des WM-Laufs in Neuseeland, wird bei Publikumsmitfahrten seine Beifahrer begeistern.

Technische Daten der 42. Lavanttal-Rallye

Gesamtlänge: 349,5 km; zwölf Sonderprüfungen über 163,32 km (91,87 Prozent Asphalt, 8,13 Prozent Schotter)

Für die nationale Topklasse wurden elf Autos genannt. Neun dieser Starter werden mit R5-Boliden an den Start bringen, dazu kommen noch zwei WRC-Fahrzeuge. Bei den zweiradgetriebenen Autos der Klassen 3 und 4 sind 23 Nennungen eingegangen. Für die Junioren-ÖM haben im Lavanttal zwölf Starter genannt. In der HRM (Klassen 6.1-6.3) und im HRC (Klassen 6.4-6.6) findet man insgesamt 23 historische Starter. Der ORC besteht aus der Klasse 7 und ist in zwei Divisionen unterteilt: In der Div. 7.1 sind 19 Autos genannt, in der Div. 7.2 werden 21 Fahrzeuge starten. Hervorragend ist auch das Nennergebnis im Mitropa Cup, für den sich nicht weniger als 32 Mannschaften eingeschrieben haben, zwölf weitere für den historischen Mitropa Cup.

Auch in Abwesenheit des ursprünglich für den Start genannten Raimund Baumschlager, der sich nach seinem Unfall in Leutschach glücklicherweise auf dem Weg der Besserung befindet, ist beim dritten Staatsmeisterschaftslauf des heurigen Jahres alles angerichtet für einen hochspannenden Kampf um den Sieg. Die beiden bisherigen Saisonsieger Johannes Keferböck (Jännerrallye) und Niki Mayr-Melnhof (Rebenland-Rallye) sind ebenso dabei wie deren härteste Herausforderer – Gerhard Aigner und Gerwald Grössing bringen ihre Ford Fiesta WRCs in Stellung und blasen zum Angriff.

Grössing, der zuletzt in der Südsteiermark mit diversen Schwierigkeiten an seinem Auto zu kämpfen hatte, drückt seine Hoffnungen recht drastisch aus: "Wenn wir im Rebenland das ganze Pech und die ganze Scheiße vom heurigen Jahr aufgebraucht haben, sehe ich der Lavanttal-Rallye sehr optimistisch entgegen." Wie man diese Rallye gewinnen kann, weiß der Niederösterreicher jedenfalls – 2014 feierte er in Wolfsberg seinen ersten und bisher einzigen ÖM-Laufsieg.

Auch Gerhard Aigner hat Geschmack am Erfolg gefunden. Nach zwei Läufen liegt der Oberösterreicher mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz zwei der Meisterschaft. "Das ist eine schöne Momentaufnahme", sagt Aigner, der seinen Erfolgslauf im Lavanttal fortsetzen will: "Voriges Jahr bin ich dort als Dritter am Stockerl gestanden, warum sollen wir das heuer nicht wiederholen können?"

Einer, der letztes Jahr durchaus das Zeug für zumindest einen Podestplatz gehabt hätte, dann aber an fünfter Stelle liegend ausgeschieden ist, zählt heuer zu den Topfavoriten: Niki Mayr-Melnhof ist heuer mit seinem Ford Fiesta R5 unglaublich sicher und schnell unterwegs. Bei der Jännerrallye als klar Führender wegen eines so genannten 50-Cent-Schadens ausgefallen, brachte er seine Überlegenheit zuletzt im Rebenland souverän ins Ziel. Dementsprechend zuversichtlich kommt der Steirer auch nach Wolfsberg: "Mit der Lavanttal-Rallye habe ich vom letzten Jahr noch eine Rechnung offen, aber nicht nur deshalb freue ich mich auf diese Aufgabe. Die Lavanttal-Rallye liegt mir gut. Ich habe schon gesehen, dass ich dort sehr schnell sein kann. Ich werde wieder voll auf Sieg fahren. Das muss ich auch, wenn ich den Meistertitel holen will – und das ist heuer mein großes Ziel."

Noch heißt der Spitzenreiter in der Meisterschaft aber Johannes Keferböck. Der Oberösterreicher genießt diese Position: "In dieser Lage war ich noch nie in meiner Karriere. Wenn es schon einmal so ist, kann man schon ein bissl stolz sein, aber das gibt natürlich auch immense Kraft, und dementsprechend motiviert komme ich ins Lavanttal. Ich bin dort vor rund zehn Jahren mal gefahren und erinnere mich heute noch an die tollen Prüfungen." Auf den Beifahrersitz hat sich der Pregartner diesmal gar WM-erfahrene Hilfe in den Ford Fiesta R5 geholt. Keferböck: "Ja, Ilka Minor springt für meinen sonstigen Co-Piloten Hannes Gründlinger ein, dem es gesundheitlich nicht so gut geht, dass er mitfahren kann. Ilka kenne ich schon lange, und es war auch immer ein gewisser Kontakt da. Mit ihr habe ich eine Kärntner Lokalmatadorin und streckenerfahrene Beifahrerin mit dabei. Sie ist ein Vollprofi, auf den man, wenn sich schon die Möglichkeit ergibt, einfach zurückgreifen muss, um eventuell vorne mitmischen zu können."

Gefahr droht dem heimischen Spitzenquartett vor allem aus Deutschland, denn mit Dominik Dinkel hat ein Toppilot aus dem Nachbarland für die Lavanttal-Rallye genannt. Der 25jährige Oberfranke im Škoda Fabia R5 ist immerhin deutscher Vizemeister und konnte Anfang März mit einem zweiten Platz bei der stark besetzten Saarland-Pfalz-Rallye seine gute Form bestätigen. Aus Deutschland kommen auch Stefan Göttig und Thomas Wallenwein mit ihren Škoda Fabia R5.

Zu dieser R5-Riege gesellen sich in Wolfsberg auch noch der in Deutschland lebende Tiroler Hans-Peter Haid (Hyundai i20 R5), der niederösterreichische Evergreen Walter Mayer (Peugeot 208 T16 R5) sowie die beiden Ungarn Gergely Fogasy (Peugeot 208 T16 R5) und Pál Lovász (Hyundai i20 R5). Die Klasse 1 beschließt der Steirer Stefan Fritz mit seinem Škoda Fabia S2000 – der Publikumsliebling, der im Rebenland leider nicht ins Ziel gekommen ist, sucht im Lavanttal nach der persönlichen Wiedergutmachung.

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