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ORM: Schneebergland-Rallye

Defekteufel verhindert Rigler-Podestplatz

Gerald Rigler startete ambitioniert, doch ein Defekt der Servolenkung in Sonderprüfung 3 kostete viel Zeit und verhinderte einen Podestplatz.

Foto: Daniel Fessl

Gerald Rigler kam dieses Wochenende mit vollem Selbstbewusstseinstank in das Schneebergland, hatte er diesen doch mit dem Sieg des Waldviertler Rallye Sprints vor drei Wochen gut füllen können.

Selbstbewusstsein kann man bei der Schneebergland immer gut gebrauchen, ist diese doch mit Abstand das härteste Schotterevent in der österreichischen Rallyeszene. Die Strecken verlaufen zum Großteil im alpinen Gelände, Fehler sind hier nicht erlaubt, denn ist man neben der Strecke, trifft man mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Felsen, Baum oder stürzt einen Abhang hinunter.

Rigler weiß dies nur allzu gut, hatte er doch selbst 2016 hier einen heftigen Abflug. Diesen konnte der Pilot aber offensichtlich aus seinem Gedächtnis löschen, denn bereits auf der Opening Stage markierte er mit seinem deutschen Co-Piloten Benedikt Hoffmann gleich die zweite Gesamtzeit hinter Niki Mayr-Melnhof.

Leider wurden die Podestplatz-Träume von Gerald Rigler bereits in Sonderprüfung 3 durch einen Lenkungsdefekt zunichte gemacht. Plötzlich streikte die Servounterstützung am Ford Fiesta R5. Die direkte Übersetzung einer solchen Motorsportlenkung bewirkt, dass das Lenken dann einen extremen Krafteinsatz erfordert und eine Fahrt im Renntempo unmöglich wird. Rigler quälte sich bis ins Ziel der Sonderprüfung und verlor dabei fast acht Minuten.

Nach dem Abstellen und erneuten Starten des Motors im Ziel nahm die Servounterstützung wieder ihre Arbeit auf, als wäre nichts gewesen. Der Defektteufel hatte sich in die Elektronik eingeschlichen. Rigler/Hoffmann nahmen die Fahrt wieder auf und kämpften sich bis zum Ende der Rallye noch auf den 8. Gesamtplatz vor. Das war aber nur ein schwacher Trost für das Rigler Racing Team, wissend, dass ein Podestplatz drin gewesen wäre.

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