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ORM: Wechselland-Rallye

Auch ein Baum kann Lieb nicht stoppen

Christoph Lieb und Co-Pilotin Cathi Schmidt lagen in Führung, als ausgerechnet in Baumgarten die Begegnung mit einem Baum beinahe zum Ausfall führte.

Foto: Daniel & Dominik Fessl

Der vierte und somit vorletzte Lauf zum Opel Fior Rallye Cup begann für den jungen Steirer nach Wunsch, denn er sicherte sich gleich einmal die erste Bestzeit vor dem Hausherrn Lukas Stengg. Auch alle weiteren Sonderprüfungen des ersten Tages wurden zur Beute des Eggersdorfers, wodurch der Vorsprung am Abend auf fast 2 Minuten vor dem stärksten Konkurrenten Stefan Petto anwuchs. Lieb zeigte sich im Etappenziel dementsprechend zufrieden: „Der Start in die Rallye ist uns wirklich gut gelungen und wir haben von Anfang an richtig Druck gemacht. Die neuen Sonderprüfungen in Niederösterreich waren extrem anspruchsvoll und schnell, das hat mir richtig getaugt. Mit dem Zeitpolster vom ersten Tag haben wir uns außerdem eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Rallye geschaffen.“

Doch der zweite Tag begann sprichwörtlich mit einem Donnerwetter. Aufgrund der Wassermassen musste der erste Durchgang der Sonderprüfung Dechantskirchen sogar abgesagt werden. Und so kam es in der ersten auf Zeit gefahrenen Sonderprüfung zur verhängnisvollen Begegnung mit dem Baum. Lieb: „Wir sind über eine schnelle Kuppe gekommen und haben für die folgende Links 2 etwas zu spät gebremst. An der Stelle haben wir einfach das Grip Level überschätzt, sind von der Strecke gerutscht und neben einer Bushaltestelle frontal in den Baum gefahren.“

Der Zeitverlust von etwas mehr als 2 Minuten hielt sich dabei noch in Grenzen, jedoch wurde durch den Aufprall der Ladeluftkühler beschädigt und das Duo musste noch eine weitere SP mit verminderter Leistung bestreiten. Der Youngster schleppte den sichtlich gezeichneten Opel Corsa OPC noch ins rettende Service, wo die Mechaniker eine wahre Meisterleistung vollbrachten und das Auto wieder in Gang setzten. Lieb dankte es seinem Team mit einer weiteren Serie von Bestzeiten, doch es sollte um 18 Sekunden nicht für den Sieg reichen.

Lieb zeigte sich im Ziel der Rallye mit einem weinenden und einem lachenden Auge: „Mit einer SP mehr hätten wir es vielleicht geschafft, aber ich möchte jetzt nicht jammern. Es hätte ja auch ganz vorbei sein können und so nehme ich die Punkte für den zweiten Platz und die vollen Zusatzpunkte für den Sieg in der Powerstage gerne mit. Jetzt geht es beim Finale bei der Herbstrallye in Dobersberg um alles und ich freue mich schon auf einen harten Fight mit Stefan um den Gesamtsieg!“

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