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ORM: Wechselland-Rallye

MCL-68-Mitglieder fast alle fröhlich

In Pinggau waren fünf Autos unter Beteiligung von Mitgliedern des MCL 68 am Start, die meisten verließen das Wechselland gut gelaunt.

Fotos: Stefan Fehringer/Jenny Hofstädter

Andreas Hubmer bestritt seine zweite Rallye im liebevoll aufgebauten Seat Ibiza und schnallte mit seiner besseren Hälfte Jenny Hofstädter eines der MCL-68-Aushängeschilder auf den Beifahrersitz. Hubmer lieferte eine beachtliche Vorstellung ab. Die Steigerung zum letzten Jahr, als er just rund um Pinggau seine Premiere feierte, wurde seitens der Co-Pilotin wohlwollend goutiert. Etwas anderes hätte Hofstädter bei ihrer Heimrallye den Herrn Chauffeur wohl auch kaum geraten. Leider blieb der Einsatz unbelohnt, denn zu Beginn des zweiten Tages explodierte das Sperrdifferential und zwang zur Aufgabe.

Bei den MCL-68-Beifahrern erlebte auch das ewige Familienduell von Papa und Tochter Cerny seine x-te Auflage. Während Karin Cerny wie gewohnt Enrico Windisch, seines Zeichens neuerdings auch Gastronom, den Weg vorbetete, sitzt Manfred Cerny heuer wieder an der Seite jenes Mannes, mit dem alles begann. Christian Luif feiert heuer in einem Miet-Evo von Martin Kalteis ein Comeback – und mittlerweile gar kein langsames. Der erste Tag wurde flott und sicher absolviert. Zwar vertat man sich zu Beginn ein wenig bei der Reifenwahl, war damit aber in bester Gesellschaft. Nach dem der richtige Gummi aufgezogen worden war, ging es problemlos bis zur Nachtruhe. Ein Dreher am zweiten Tag wurde zur Kenntnis genommen, mehr aber schon nicht. Im Ziel belegte man den hervorragenden elften Gesamtplatz.

Derweil hatte die Tochter diesmal das Nachsehen: Die französische Rennsemmel warf ihren Keilriemen von sich, was den Herrn Chauffeur einen gröberen Kraftaufwand bei den Lenkmanövern bescherte. Nachdem man den Keilriemen wieder an seinen angestammten Platz postiert hatte, wollte eine Sonderprüfung vor dem Ende des ersten Tages das Kupplungsseil nicht mehr. Mit Mühe fuhr man auch noch die letzte SP des Tages, um schließlich mit zwei ausgefassten Strafminuten zu Bette zu gehen. Der Fahrer dürfte gut genächtigt haben, setzte er doch am nächsten Tag zu einer furiosen Aufholjagd an, die dem Team den ersten Klassenplatz und den vierten Platz in der 2WD- Meisterschaft einbrachte.

Auch die "Löwendompteure" des MCL 68 waren wieder im Einsatz. Bestens vorbereitet und top motiviert standen Alois Handler/Andreas Scherz im Peugeot 207 sowie Alfred Leitner und Angelika Letz im Peugeot 206 am Start des vierten Staatsmeisterschaftslaufs. Beide Piloten des Rallyeteams Tasch starteten ohne Probleme in die Rallye, auch im völligen Bewusstsein, dass so eine selektive Rallye wohl kaum auf den ersten Sonderprüfungen entschieden werden würde. Die Mischung aus Angriff und forcierter Fahrweise war klug gewählt. Kontinuierlich rutschte man in den Ergebnislisten weiter nach oben.

Speziell Alfred Leitner wollte, wie im Vorfeld angekündigt, seinen hundertsten Staatsmeisterschaftslauf mit einem entsprechenden Ergebnis untermalen. Ein Foto mit Rädern nach oben oder kaltblechverformtem Blechkleid war zum 100er keine Option. Hinzu kam, dass es auch galt, bei einer weiteren neuen Beifahrerin namens Angelika Letz mächtig Eindruck zu schinden und die 100fache Routine zu unterstreichen. Der nächtliche Rundkurs in Pinggau erlebte einen schwer motivierten Leitner: Ein unmittelbar vor seinem Start vorbeifahrender Konkurrent wurde kurze Zeit später gleichsam in den französischen Luftfilter gesaugt.

Alois Handlers Zielsetzung, eine weitere Topplatzierung in der 2WD-Staatsmeisterschaft einzufahren, wurde perfekt umgesetzt. Zeiten um die Top 15 führten am Ende zum zweiten Gesamtplatz in der 2WD-ÖM. Handler: "Wir hatten, so wie Fredi auch, eine völlig problemlose Rallye. Das ganze Team hat perfekt gearbeitet, die Punkteausbeute ist genial, wir sind sehr happy." Leitner wiederum gewann die ORC-2000-Wertung. In der Klasse 3 ging Platz zwei an Alois Handler/Andreas Scherz, der dritte Platz an Alfred Leitner und Angelika Letz. Somit wiederholte das Team in der Steiermark auch die Podiumsplätze der Lavanttal-Rallye.

Die Servicecrew war mit ihren Piloten durchaus zufrieden, die Fahrzeuge bekamen keinen Kratzer. Nach gründlicher Reinigung und den üblichen Revisionsarbeiten stehen die beiden Schmuckstücke für die Weiz-Rallye bereit. Zufrieden waren auch die vom MCL 68 entsendenden Fotografen Stefan Fehringer und Julia Margraf. Nur die Beifahrerfrage im 206er ist für Weiz wieder einmal offen, aber angelehnt an das Motto des MCL 68 schon fast unter "gute alte Tradition" zu verbuchen.

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