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ÖRM: "Rallye W4"

Wagner-Show bei der Rallye W4

Mit stolzen 48,5 Sekunden Vorsprung auf Hermann Neubauer gewinnt Simon Wagner den finalen Lauf der ORM.

Fotos: Daniel Fessl

Besser hätte das Wochenende für den Mauthausener kaum laufen können. 9 von 13 Bestzeiten sowie die schnellste Zeit auf der Powerstage kann Simon Wagner bei der Rallye W4, dem einzigen auf Schotter ausgetragenen Lauf zur österreichischen Staatsmeisterschaft, verbuchen und hält den neuen Meister Hermann Neubauer und den Rest des Feldes trotz Reifenschaden auf sicherer Distanz.

Einzig Bruder Julian Wagner erwies sich ab der ersten Sonderprüfung als harte Konkurrenz für den älteren der beiden Wagners und belegte nach der ersten Wertungsetappe mit gerade einmal 1,6 Sekunden Vorsprung den ersten Platz. „Das hat schon ein bisschen an die Jänner Rallye Anfang dieses Jahres erinnert.“, sagt Wagner. Schließlich machten sich auch beim ersten Lauf der ÖRM die beiden Wagner Brüder fast alle Bestzeiten untereinander aus. „Leider hat Julian im Waldviertel aber auch dasselbe Schicksal ereilt wie mich zur Jännerrallye und er musste wegen einem technischen Defekt vorzeitig aufgeben. Ich muss zugeben, das war für mich der härteste Moment des Wochenendens, gerade weil Julian mit seiner wirklich großartigen Leistung auf den ersten Sonderprüfungen noch auf gutem Kurs lag, die Staatsmeisterschaft für sich zu entscheiden.“, so Wagner weiter.

Nach eben diesem Ausfall positioniere Simon Wagner sich trotz Erfahrungsdefizit mit dem R5 auf Schotter souverän an der Spitze des Feldes und baute seine Führung bis nach der zehnten Sonderprüfung bereits auf über eine Minute aus. So konnten auch ein Reifenschaden auf dem Rundkurs Manhartsberg und der daraus resultierende Zeitverlust von rund 31 Sekunden den Sieg des 26-jährigen nicht mehr ernsthaft gefährden. „Dass Skoda mit dem Fabia R5 Evo ein absolut siegtaugliches Auto entwickelt hat, war ja bereits im Vorfeld klar.

Wie gut wir das Potenzial des Autos aber vom ersten Meter an ausnutzen konnten hat mich wirklich positiv überrascht.“, berichtet Wagner. „Das Team von Eurosol Racing Hungary hat uns wie immer ein perfekt vorbereitetes Auto und ein super Grundsetup zur Verfügung gestellt, an dem wir selbst bei unserem Test am Donnerstag nur noch minimale Anpassungen vornehmen mussten. Obwohl ich abgesehen von der Rallye Show Santa Domenica vor gut einem Jahr noch nie mit einem R5 auf Schotter gefahren bin, habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt und hatte einfach nur Spaß am Fahren.“

Mindestens genauso viel Spaß wie Simon Wagner hatte auch dessen Beifahrerin Anne K. Stein, für die der Sieg im Waldviertel auch den Gesamtsieg in der Beifahrerwertung der Österreichischen Staatsmeisterschaft 2019 bedeutet. „Natürlich haben wir uns alle gewünscht, dass Julian und Anne beide den Staatsmeistertitel holen, aber wie sagt man so schön, ein Titel ist doch noch immer besser als keiner und wir alle freuen uns mit Anne, die auch dieses Wochenende wieder einen fehlerfreien Job auf dem Beifahrersitz gemacht hat. Meine Gratulation natürlich auch an Hermann, der sich seinen Titel heuer verdient hat.“, sagt Simon Wagner im Ziel versöhnlich. „Was für mich persönlich zum Ende der Saison das wichtigste ist, ist dass ich hier in Österreich offenbar auch auf Schotter absolut konkurrenzfähig bin und dass sich meine internationalen Einsätze ganz offensichtlich bezahlt machen. So kann und soll es gerne weiter gehen!

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