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ORM: Jännerrallye 2019

Pech zum Auftakt: Antriebswellen-Defekt

Neubauer und Ettel erleben bei der Jännerrallye ein Desaster. Neue Antriebswelle reißt nach wenigen Kilometern, nach Not-Reperatur dann das Aus.

Fotos: Daniel Fessl

Schlechter hätte die Saison für Hermann Neubauer und seinen Co-Piloten Bernhard Ettel nicht beginnen können: Nach perfekter Vorbereitung inklusive Schnee-Test am Beginn der Woche und einer blitzsauberen Shakedown-Bestzeit am Donnerstag währte die Jännerrallye für das Duo nur wenige Minuten: Auf der ersten Sonderprüfung riss ohne Vorankündigung eine nagelneue Antriebswelle, worauf Neubauer fast zwei Minuten verlor: „Ich bin in einer Spitzkehre festgehangen, weil sich nur mehr die Hinterräder gedreht haben.“ Nachdem er sich mit dem waidwunden Auto ins Ziel geschleppt hatte, konnten er und Beifahrer Ettel den Schaden vorerst notdürftig reparieren – man hatte die Hoffnung, zumindest noch bis ins Service nach der zweiten Sonderprüfung zu kommen.

Doch schon nach wenigen Kilometern auf der Verbindungsetappe wurde Neubauers Rallye endgültig beendet: Sein Ford Fiesta R5 wurde von einem anderen Verkehrsteilnehmer „abgeschossen“ – ein absolutes Desaster für das Team. „Wenn es kommt, dann kommt es offenbar ganz dick“, so ein hörbar deprimierter Hermann Neubauer, der in diesem Jahr eigentlich seinen ersten Sieg bei der „Jänner“ erobern wollte: „Gegen solche Situationen ist man leider absolut machtlos. Da war ein anderer Verkehrsteilnehmer mit Schneeketten am Auto, der ohne zu blinken wenden oder links abbiegen wollte, er hat mich einfach abgeschossen… Natürlich hätte ich hier gerne um den Sieg gekämpft. Wir hatten das Material und den Speed, auf den Sonderprüfungen herrschten tolle Bedingungen und wir wären top motiviert gewesen. Das ist wirklich eine riesengroße Enttäuschung für uns alle.“

Teamchef Max Zellhofer: „Wir müssen jetzt in aller Ruhe analysieren, wie es bei einem nagelneuen Teil zu so einem Defekt kommen kann. Es ist ja nicht das erste Mal, dass es mit einer Antriebswelle ein Problem gibt, eine ganz ähnliche Situation hat uns 2017 den Staatsmeistertitel gekostet. Ich bin extrem sauer, Hermann und Bernhard hätten das Zeug zum Sieg gehabt. So will man nicht in die Saison starten. Dass unser Ford Fiesta R5 nach diesem unnötigen Unfall jetzt auch noch beschädigt ist, macht die Sache nicht besser. Aber es hilft nichts, jammern bringt uns auch nicht weiter. Wir werden im März voll motiviert in die Steiermark kommen und bei der Rebenland-Rallye einmal mehr unser Bestes geben!“

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