RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2020

Fahrfehler kostete Kogler den 2WD-Sieg

Wie schnell das Verlassen der Idealllinie eine Fahrt zum Sieg vereiteln kann, erlebte Michael Kogler bei der Jännerrallye.

Foto: Daniel Fessl

Michael Kogler möchte 2020 wieder eine volle Rallyesaison bestreiten. Das Ziel ist eindeutig: Rallye-Staatsmeister in der 2WD-Meisterschaft. Da aber sein reinrassiges Renngefährt, der Citroën DS3 noch nicht geliefert wurde (da noch nicht fertig gestellt), borgte er sich das Rallye-Urgestein, den Diesel-Scirocco von Joe Rittner, für die Jännerrallye aus, da man nicht gleich die erste Rallye als Streichresultat in Anspruch nehmen wollte.

Daher sagte man sich: Lieber mit einem unterlegenen Auto an den Start gehen und ein wenig Punkte sammeln, als gar nicht. Der Plan lautete, mit wenig Aufwand, kleinem Budget, und einem pflegeleichten Diesel das Ziel in Freistadt zu erreichen.

Am ersten Rallyetag waren die Straßenverhältnisse eher trocken, daher nahm man die Serien-Winterreifen vom Servicefahrzeug herunter und montierte diese auf den Scirocco. Mit Erfolg, da man sich am zweiten Rang in der 2WD-Klasse wiederfand. Zum Staunen unzähligen Zuseher konnte der 1300 Kilo schwere "Dieselbrummer" vorne mithalten und war auch in der Gesamtwertung im tollen Mittelfeld angesiedelt.

Samstagnacht kam dann der erwartete Schneefall, samt blankem Eis auf allen Sonderprüfungen. Nun packte man im Hause Kogler die aus dem Jahre 2011 stammenden Serienwinterreifen mit Spikes aus - uralt und steinhart. Deswegen machte man sich wenig Hoffnung gegen die Konkurrenz mit den neuwertigen Rennreifen für Eis und Schnee bestehen zu können.

Doch bereits auf der ersten Sonderprüfung des Sonntags, stand plötzlich fest, dass der altersschwache Reifen eine Wunderwaffe ist: Zwei Bestzeiten waren die Folge. „Ich machte mir am Start der Sonderprüfung noch wenig Hoffnung und mir kam es eher vor, als würde ich Spazierenfahren und gab mein Bestes. Im Ziel waren alle aus dem Häuschen, weil ich den Anderen fast eine Minute abgenommen hatte“, erklärt Kogler.

Dadurch führte man bis zur zwölften Sonderprüfung die Spitze in der 2WD-Klasse an. Jedoch übertrieb es Michael Kogler auf Sonderprüfung 13 ein wenig und flog von der Strecke. Fazit : Reifenschaden und 13 Minuten Zeitverlust bis man wieder aus dem Acker herausgekommen war. Auf der letzten Sonderprüfung konnte Kogler noch wertvolle Punkte als Zweiter der Powerstage sammeln. Auf Platz sieben der 2WD-Wertung und wertvollen Staatsmeisterschaftspunkten war man mit dem Billigausflug auf Straßenreifen trotz allem mehr als zufrieden.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2020

Weitere Artikel:

Gesundheits-Update

Marcel Neulinger ist stabil

Wie Copilot Jürgen Heigl gegenüber motorline.cc erklärte, ist Marcel Neulinger nach dem schweren Highspeed-Crash in Polen nun stabil und ansprechbar.

ARC, Mühlstein Rallye: Vorschau

Bunt gemischtes Feld aus sieben Ländern

Die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wartet mit 77 Teams aus 7 Ländern auf! Mit Startnummer 1 bringt der Tscheche Adam Brezik Europameisterschafts-Flair nach Schwertberg. In der Austrian Rallye Challenge sind sämtliche Topteams am Start....

Peter Klein Kolumne

Erfolg ist nicht endgültig

In seinem jüngsten Kommentar zeigt sich ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein verärgert über die Darbietung von Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der Rallye Finnland…

ERC, Polen: Bericht Opel Junior Team

Zweiter Saisonsieg für das Opel Junior Team

Das von Stohl Racing und Waldherr Motor Sport betreute ADAC Opel Rally Junior Team konnte mit Tom Heindrichs den dritten lauf zur JERC gewinnen.

WRC Finnland: Nach Tag 2 (SP10)

Ogier trozt dem Regen-Chaos

Sebastien Ogier verteidigt am Freitagnachmittag die Spitze bei der Rallye Finnland: Heftiger Regen wirbelt das Klassement durcheinander - Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz 2