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WRC: Korsika-Rallye

Überholsignal schon ab nächstem Jahr?

Nach ihrem Vorfall auf Korsika fordern Elfyn Evans und Kris Meeke ein System, das langsame Fahrer vor schnelleren Verfolgern warnt.

Eine Szene, die sich auf der sechsten Sonderprüfung der Korsika-Rallye abgespielt hat, löste eine Diskussion aus: Kris Meeke hatte ein Problem mit der Radaufhängung seines Yaris WRC und fuhr die Prüfung in langsamem Tempo zu Ende. Von hinten kam Elfyn Evans in Wettbewerbsgeschwindigkeit angeschossen und lief auf den Toyota auf. Es gab für ihn keine Chance zu überholen, und dem Nordiren war zunächst gar nicht bewusst, dass er Evans aufhielt.

Der Waliser verlor dadurch unverschuldet viel Zeit. Die Offiziellen korrigierten das und gaben Evans per Nominalzeit einige Sekunden zurück. Zwischen Evans und Meeke gab es danach zwar keine bösen Worte, beide hinterfragen allerdings, warum es überhaupt zu solchen Situationen kommen kann, denn in den Autos gibt es an sich ein System, mit dem ein Fahrer einen langsamen Konkurrenten vor ihm warnen kann – allerdings ist dieses System derzeit inaktiv!

Der unglaubliche Grund: Trotz verpflichtenden Einbaus der Geräte wurde seitens der FIA verabsäumt, dazu eine entsprechende Norm ins sportliche Regelwerk aufzunehmen. FIA-Rallyedirektor Matton bestätigte dies: "Es ist auf unserem Aktionsplan, aber es geht nicht nur darum, die Technologie zu verwenden, wir brauchen auch das Reglement dafür. Ich hoffe, dass es fürs nächste Jahr gemacht wird, wenn wir eine gemeinsame Übereinstimmung finden, wie man es verwenden kann. Sportliche Regeln können während des Jahres nicht geändert werden, außer es handelt sich um sicherheitsrelevante Themen."

Die beiden in Frankreich betroffenen Fahrer wünschen sich eine baldige Verwendbarkeit, damit eine Situation wie zwischen Evans und Meeke künftig vermieden werden kann. "Das würde die ganze Sache unkomplizierter machen", sagte Meeke, und Evans ergänzte: "Es würde bestimmt einen Unterschied machen, wenn wir das System verwenden würden. Ich habe es noch nicht probiert und weiß nicht genug darüber, wie es funktioniert, aber prinzipiell macht es viel Sinn. Diese Dinge können im Rallyesport passieren. Ich kenne Kris sehr gut und weiß, dass er keine Ahnung hatte, dass ich hinter ihm war."

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