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Nissan Murano 2,5 dCi - im Test

Endlich Europa-tauglich

Nissan hat sich lange Zeit gelassen, nun ist der Murano aber endlich mit Dieselmotor zu haben. Wieso vier Zylinder reichen und was der Japaner sonst noch kann, erfahren Sie im Test.

Stefan.Schmudermaier@motorline.cc

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Bis vor wenigen Monaten war der Nissan Murano ein echter Exot. Auch wenn sich das nicht schlagartig ändern wird, so wird die Beliebtheit des japanischen SUV doch spürbar ansteigen.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Tatsache, dass man in Europa bis dato verhältnismäßig wenig Murano verkaufen konnte, lag sicher nicht an der Qualität des Fahrzeugs.

Sondern vielmehr daran, dass bis vor kurzem lediglich ein Triebwerk – ein 256 PS starker Benziner – zu haben war. Und gerade in der Klasse der SUV stehen Turbodiesel nach wie vor hoch im Kurs. Dem hat nun auch Nissan Rechnung getragen und bietet den Murano nicht nur leicht facegeliftet, sondern auch mit einem Selbstzünder unter der Haube an.

Opulente Serien-Mitgift

Rein optisch wurde der Murano mit chromverziertem Kühlergrill noch eine Spur amerikanischer. Kein Wunder, schließlich liegt dort auch der Hauptabsatzmarkt. Die Platzverhältnisse sind nach wie vor großzügig und die Ausstattung lässt selbst durch das Adjektiv üppig noch nicht erahnen, was Nissan hier alles serienmäßig hineingepackt hat.

Über eine Klimaautomatik, sechs Airbags, ESP und 18-Zoll-Alufelgen braucht man eigentlich keine Worte zu verlieren, im Japaner sind aber auch Dinge wie Lederausstattung, Festplatten-Navi, Bluetooth-Freisprech-Einrichtung oder Xenon-Scheinwerfer ohne einen Cent Aufpreis mit dabei.

Die Aufpreisliste fällt dementsprechend kurz aus. Wer nicht ohnedies zur „Executive“-Variante – u.a. 20-Zöller, elektrische Heckklappe, Bose-Sound und Glasschiebedach – zu einem Aufpreis von 3.600 Euro greift, kann seinen Murano nur noch mit Metallic-Lack und einem Entertainment-System für die zweite Reihe aufpeppen.

Es muss nicht immer sechs sein

Der neue Turbodiesel leistet 190 PS und ist zur Überraschung vieler kein Sechs- sondern ein Vierzylinder. Das mutet eigenartig an, wo doch der unter dem Murano angesiedelte Pathfinder sehr wohl einen Diesel-Sechsender unter der Haube hat.

Die wohl plausibelste Erklärung: Nissan will mit dem Murano den technisch verwandten EX-Modellen der Nobeltochter Infiniti nicht zu nahe kommen. Wer also auf einen Sechszylinder-Turbodiesel besteht, der muss dort zugreifen.

Vorher sollte man aber zumindest eine Probefahrt mit dem Diesel-Murano unternommen haben. Denn der Motor weiß in vielerlei Hinsicht zu gefallen. Akustisch zählt er zu den zurückhaltendsten Vierzylinder-Aggregaten auf dem Markt, Nissan hat das Triebwerk offenbar gut verpackt.

Mehr als ausreichende Fahrleistungen

Aber auch bei den Fahrleistungen muss sich der Murano dCi nicht verstecken. Nach akzeptablen 10,5 Sekunden zeigt der Tacho Tempo 100 km/h, mit 196 km/h Höchstgeschwindigkeit sollte man auch das Auslangen finden.

Acht Liter Diesel soll sich der Japaner laut Werksangabe auf 100 Kilometern genehmigen, in der Praxis ist man mit rund 9,5 Litern für ein Auto dieser Größenordnung gut dabei.

Zur Erinnerung: Der Sechszylinder-Benziner – stammt übrigens aus dem Sportwagen 370Z – ist zwar mit acht Sekunden deutlich flotter auf Landstraßen-Tempo, mit einem Praxisverbrauch zwischen 12 und 14 Litern aber auch deutlich durstiger.

Der Allradantrieb verteilt die Antriebskraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Normalfall werden 100 Prozent nach vorne geschickt, sollten die Vorderräder Schlupf bekommen, können bis zu 50 Prozent des Kraftflusses zur Hinterachse umgeleitet werden.

Ein fairer Deal

Der Nissan Murano ist ohne Frage komfortabel ausgelegt und mehr Gleiter als Hetzer, die sportliche Gangart ist nicht sein Revier.

Last but not least noch ein Blick in die Preisliste. Der dCi-Turbodiesel bekommt nicht nur unsere Empfehlung, sondern ist zudem deutlich günstiger als der weiterhin im Programm befindliche Sechszylinder-Benziner. Bei 52.800 geht’s mit der erwähnt umfangreichen Serienausstattung los, gegenüber dem Benziner lassen sich somit satte 6.000 Euro sparen.

Unser Testurteil sowie das Resümee lesen Sie auf der nächsten Seite!

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