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Einstaub-Garantie

Beim jährlichen Jeep-Treffen "Camp Jeep", heuer in Spanien, zeigen Fans und Hersteller, dass ein Jeep mehr als ein Geländewagen ist.

Als das US-Militär vor 75 Jahren ein kleines, geländegängiges Nutzfahrzeug in seine Fahrzeugflotte aufnahm, ahnte niemand, dass aus dem Willys MB eine Kultmarke entstehen würde. Und auch heute noch transportiert Jeep mehr als alle andere Marken das Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Diese Lust auf Abenteuer - und das Wissen, sie fast ungestört ausleben zu können - hat die Marke in mehr als 150 Ländern Käufer finden lassen. Das "Camp Jeep", das jährliche internationale Treffen des Jeep Owners Clubs, steht in diesem Jahr unter dem besonderen Eindruck des 75. Markenjubiläums.

Rund 400 Jeep aller Typen und Baujahre versammeln sich heuer in der sonst sehr beschaulichen 230-Einwohner-Gemeinde Bassella (in der Nähe von Barcelona). Neben der normalen aktuellen Modelpalette stehen auch die "75th Anniversary"-Modelle - als Wrangler, Renegade, Cherokee und Grand Cherokee (Bild oben) - parat.

Die sind außer an ihrem Jubiläums-Emblem an einer gehobenen Ausstattung sowie exklusiven Details zu erkennen - beim Kultmodell Wrangler beispielsweise unter anderem eine grüne Sonderlackierung und eine Haube mit markanten Lufteinlässen.

Neben den regulären Modellen hat Jeep außerdem mehrere Concept-Cars im Gepäck, unter anderem als Europa-Premiere die beiden aktuellen 2016er "Eastern Jeep Safari"-Konzepte Trailcat und Comanche (Bild oben). Während der Comanche, eine Pick-up-Variante des Renegade, durchaus als serientauglich bezeichnet werden könnte, selbst wenn das Fahrzeug ein Einzelstück bleiben wird, ist der Trailcat auf den ersten Blick als Showcar zu identifizieren.

Und die Show, die das 716-PS-Ungetüm mit seinen riesigen 39,5-Zoll-Reifen auf dem sandigen Untergrund im Camp hinlegt, kann sich sehen lassen. Menschen mit Staub- und Lärmallergie sollten dem V8-Geschoß jedenfalls nicht zu nahe kommen. Einen ausführlichen Fahrbericht des Jeep Trailcat finden Sie nach Klick auf diesen Link.

Das gilt übrigens auch für den Grand Wagoneer "Golden Eagle" (Bild links) von Matteo Sorrentino. Das Auto von 1979 ist der Hingucker unter den allesamt faszinierenden historischen Modellen, nicht allein wegen seiner metallic-braunen Lackierung mit einem stilisierten Adler auf der Haube und dem bollernden V8 darunter.

Matteo hat das Auto, das er ziemlich vergammelt in den USA aufgetrieben hat, zwei Jahre lang restauriert und rund 50.000 Euro reingesteckt, unter anderem für moderne Technik. Jetzt steht der seltene Oldtimer da wie neu, und ist der ganze Stolz des Italieners.

Und auch für Jeep war die Wagoneer-Baureihe ein Meilenstein. Als sie 1963 eingeführt wurde, erfand die Marke eine Fahrzeugklasse, die heute zu den beliebtesten überhaupt gehört: das SUV. Wie alle Jeep-Modelle hatte das Auto Allradantrieb, Geländetauglichkeit ist bei der Marke Pflicht.

Deshalb kann auch das zerklüftete, felsige Gelände die Jeep-Kolonne, die über die Schotterpisten rumpelt und eine dichte Staubwolke hinter sich herzieht, nicht aufhalten. Der riesige Rialb-Stausee im Nordosten Spaniens, der fast das gesamte Gemeindegebiet von Bassella einnimmt, wirkt wie ein Fremdkörper, die Jeeps scheinen hierher zu gehören.

Ob der kleine und wendige Jeep Wrangler mit seinem kurzen Radstand oder der wuchtige Grand Cherokee, der doch eher für den Boulevard als für etwas breitere Trampelpfade im Gebirge erdacht zu sein scheint: Die komplette Modellpalette der Marke wird ihrem Urahn Willys MB gerecht und feiert auf jedem Meter unebener Wegstrecke die Werte des kleinen Alleskönners von 1941. Egal in welchem der Fahrzeuge man am Steuer sitzt, sie alle vermitteln vor allem eines: Mit einem Jeep kommst Du überall hin.

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