4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Porsche Cayenne S Diesel - im Test

Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Georg Koman

Hier geht's zu den Bildern

Der Cayenne S Diesel ist zwar ein fast 2,3 Tonnen schweres SUV, aber auch ein Porsche. Daher stand eine sportliches Fahrverhalten ganz oben auf der Agenda. Lenkung und Bremsen sind äußerst präzise, das Fahrwerk erlaubt mit seiner neutralen Abstimmung Kurvengeschwindigkeiten, mit denen außer dem BMW X6 kein Konkurrent mithalten kann.

Aber es ist hart. Mit den bombastischen 21-Zoll-Rädern des Testwagens sogar sehr hart. Die hervorragende Luftfederung wird damit beinahe zur Pflicht, auch wenn sie 4.076 Euro kostet.

Die bietet neben generell gesteigertem Fahrkomfort drei Kennfelder („Normal“, „Komfort“ und „Sport“), automatische Dämpfkraftregelung und sechs wählbare Höhenniveaus. Besagte Luftfederung macht aus dem Cayenne auch einen brauchbaren Offroader, sofern man auf die ganz breiten Reifen verzichtet.

Egal, wie man ihn dreht und wendet, der V8 ist ein Meisterstück. Mit 382 PS und vor allem 850 Nm ab 2.000 Touren erklärt er den Cayenne kurzerhand zum Leichtgewicht. Er ist extrem leise und laufruhig, die enorme Kraft wird wie ein Nebenprodukt aus dem Ärmel geschüttelt.

5,7 Sekunden auf 100 km/h, das kann der 420 PS starke Cayenne GTS auch nicht schneller. Und selbst beim Klang stinkt der Diesel dank ausgeklügelter Auspuffklappen-Steuerung nicht ab.

Den Normmix-Verbrauch von 8,3 Litern ist naturgemäß unerreichbar. Mit einer Fahrweise, die Ferry Porsche im Grab rotieren ließe, kann man niedrige 9er-Werte erreichen. Bei uns waren es im Testschnitt 10,8 Liter. Bei 85 Litern Tankvolumen (ohne Aufpreis auf 100 Liter erweiterbar) liegt man also nicht weit weg vom vierstelligen Reichweitenbereich.

Der selbstbewusste Kaufpreis von 95.920 Euro wird keinen einzigen Cayenne-Interessenten abschrecken, zumal man dabei im Vergleich zum durstigeren, aber nicht temperamentvolleren Cayenne GTS direkt günstig liegt, der kostet nämlich 115.510 Euro. Abgesehen davon legen Cayenne-Käufer meist noch ein Mittelklasse-Auto an Extras drauf.


Plus

+ urgewaltiger, leiser V8-Diesel
+ hervorragende Achtgang-Automatik
+ enorme Reichweite
+ alle erdenklichen Extras vorrätig
+ sportlich-agiles Fahrverhalten

Minus

- eher karge Serienausstattung
- Premium-Preis

Resümee

Wem der V6-Diesel als "Einstiegs-Cayenne" missfällt, der liegt beim S Diesel mit 382 PS starkem V8 goldrichtig. Fahrleistungen auf dem Niveau des Cayenne GTS (420 PS) bei rund drei Liter günstigerem Verbrauch machen diesen Motor zum Meisterstück. Und echte Schwächen leistet sich das Auto drumherum auch keine.

Weitere Testdetails:

Preise, Ausstattung & Technik

News aus anderen Motorline-Channels:

Porsche Cayenne S Diesel - im Test

Weitere Artikel:

Mehr als 40 Prozent der in den letzten fünf Jahren verkauften Range Rover tragen den Zusatz Sport. Zuletzt wurde das Luxus-SUV zusammen mit dem kleineren Evoque und dem Discovery Sport zum meistverkauften Modell der Briten. Noch in diesem Jahr fährt die dritte Generation des Range Rover Sport vor. Wir konnten den kommenden großen Rangie bereits in Augenschein nehmen.

Limitierter Retro Defender zum 75ten

Land Rover Works V8 ISLAY EDITION vorgestellt

Land Rover Classic präsentiert sein erstes Heritage-Sondermodell. Mit dem Classic Defender Works V8 Islay Edition feiert der britische 4x4-Spezialist seinen 75-jährigen Geburtstag. Die Retroausgabe startet in zwei Karosserievarianten zum Preis ab rund 263.000 Euro.

Premiere für 7. Juli 2022 bestätigt

Vorgeschmack auf den neuen VW Amarok

Der Amarok ist der Premium-Pickup von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN). Das neue Modell feiert am 7. Juli 2022 seine Digital-Premiere und zeigt sich damit der Welt im Live-Stream erstmals unverhüllt und ohne Tarnung.

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

Subaru Forester Sondermodell: Black Edition

Ein Klassiker in Schwarz

Seit den späten 1990ern bevölkert der Subaru Forester das – damals noch junge – SUV-Segment. Mit besonderen Designelementen in schwarz kommt nun die Black Edition zu den Händlern.

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach!