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Mehr als die Hälfte wert

Wir testeten den 124 PS starken Diesel-RAV4 von Toyota. Nach längerer Pause soll die Frontantriebsvariante des Kompakt-SUV Marktanteile zurückerobern.

Bernhard Reichel

Eigentlich könnte das Segment RAV-Klasse heißen oder das Auto SUV4. Wer schon "Recreational Active Vehicle" als Namen trägt, hat es gar nicht mehr nötig als SUV bezeichnet zu werden, schon gar nicht als Vorreiter des jetzigen Booms.

So manche Marke hielt sich nur durch einen SUV am Leben und kaum ein Hersteller hat nicht mindestens einen im Programm. Der neue Lieblingsstar unter Österreichs SUVern heißt VW Tiguan, der erste. Vom RAV4 erscheint 2013 aber die bereits vierte Generation. Von Modell zu Modell perfektionieren die Japaner ihren Trendsetter.

Was den Nutzwert im Alltag angeht, mussten wir auch nach intensiven Testwochen feststellen, dass da alles passt. Für Emotionen bleibt wenig Spielraum und sie sind auch nicht auf jedermann übertragbar.

Daher Fakten: Im Vergleich zur genannten ersten Generation wuchs der SUV um gute 40 Zentimeter in die Länge. Auch das Leergewicht kraxelte zügig bergauf.

Optisch gliedert sich der Neue in das Toyota-Familiendesign ein. Das Reserverad außen auf der Heckklappe fehlt seit der dritten Generation, die auf der Seite angeschlagene Heckklappe übrigens erst jetzt.

Dieses vordergründig robuste, tatsächlich bloß unpraktische Feature wollte man dem RAV4 lange nicht nehmen, zum Glück tat man es nunmehr.

Die Gestaltung des Armaturenbretts wirkt mit seinen massiven Elementen wie ein Baukastensystem. Der Funktionalität tut das immerhin gut. Alles befindet sich an seinen Platz, Faxen gibt es keine. Die Blinker beherrschen nun auch dreimaliges Komfortblinken.

Die Intuitivität der Bedienbarkeit des Navigationssystems ist aktuell nicht zu toppen, die Grafik der Karte schon. Ingesamt vermittelt der Toyota das Gefühl, einen langfristigen Partner gefunden zu haben.

Ob wir den Allradantrieb vermissen, wie viel Diesel versprudelt wird und ob sich doch noch eine Schwäche offenbart, lesen Sie hier.

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