AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Hyundai Genesis Coupé - schon gefahren

Power to the People

Hyundai stellt mit dem Genesis ein echtes Sportcoupé auf die Räder. Hinterradantrieb! 303 PS! Allerdings ist die Stückzahl begrenzt.

Georg.Koman@motorline.cc

Hier geht's zu den Bildern

Fesche Autos baut Hyundai schon länger, aber bis dato hatten sie alle Vorderrad- oder Allradantrieb und bestenfalls etwas mehr als 200 PS. Und die Zweitürer des Hauses - S-Coupé und Tiburon - fielen in die Kategorie "Sport für Einsteiger".

Ganz anders der Genesis, dessen Motorenspektrum überhaupt erst bei 213 PS anfängt. Zur Verfügung gestellt von einem Zweiliter-Turbo, dessen 302 Newtonmeter ab 1.900 Touren den Schalthebel wohl häufig zum Ziergegenstand verkommen lassen.

Noch eins drauf setzt der 3,8-Liter-V6 mit 303 PS. Richtig gehört: 3,8 Liter. In Zeiten rigorosen Downsizings eine mutige Ansage. Der brummelt kraftvoll, aber nicht aufdringlich aus seinen beiden ausgewachsenen Auspuffrohren und ist mit einer Sechsgang-Automatik von ZF versehen.

Passend zu den beiden erwachsenen Motoren geriet auch das ganze Auto drumherum: 4,63 Meter Länge und 1,87 Meter Breite versprechen einen standesgemäßen Auftritt, den der Genesis mit langer Motorhaube, bullig-breiter Kehrseite und der pfiffig in Z-Form gestalteten seitlichen Sicken designmäßig auch halten kann.

Ausgewachsene Außenmaße

Der Radstand beträgt satte 2,82 Meter, was viel Raum für die vorne Sitzenden bedeutet, denn hinten platziert man (auch aufgrund der fehlenden Sitz-Memory) schlauerweise nur Schirm, Charme und Melone. Auch das Ladeabteil geriet mit 332 Litern nicht übergroß, die Fond-Sitzlehnen lassen sich zwecks Erweiterung aber umlegen.

Beim Fahren erfreut man sich am kraftvollen Schub (der V6 benötigt nur 6,3 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h) und am neutralen Fahrverhalten - zu dem die ausgewogene Gewichtsverteilung von 55:45 zugunsten der Vorderachse sowie ein Torsen-Sperrdifferenzial ihren Teil beitragen.

Angenehm auch, dass der Genesis straff, aber bei weitem nicht hart gefedert ist. Einziges Manko für Sitzpositions-Tüftler: Das Lenkrad lässt sich zwar in der Höhe, nicht aber in der Reichweite verstellen.

Zwar spielt das Genesis Coupé ganz klar mit in der Liga der starken Asien-Sportler vom Schlag eines Nissan 370Z, eines Mazda RX-8 oder des neuen Infiniti G37, nicht aber beim Preis. Hier liegt man auf dem Niveau von 150-PS-Zweitürern, die drei genannten Power-Coupés werden jeweils um rund 10.000 Euro unterboten.

Starke Preis-Ansage

Denn der Genesis ist mit Zweiliter-Turbo bereits ab 34.990 Euro zu haben, mit V6 und Automatikgetriebe kostet er 39.990 Euro - bestellbar ab sofort. Ausgestattet ist er trotz des Dumping-Preises alles andere als schlecht: ESP, sämtliche Airbags, Klimaautomatik, Sportsitze in Stoff-/Lederkombination, Sitzheizung, Einparkhilfe, Licht- und Regensensor, Alarmanlage, 19-Zoll-Räder mit 245er-Reifen hinten (vorne 225er) etc.

Im V6 sind darüber hinaus Lederpolsterung, Premium-Soundsystem und schlüsselloser Zugang serienmäßig. An Extras bleiben lediglich Metallic-Lack und ein Glashub-Schiebedach.

Doch so schön das alles bis jetzt klingt, der Misston bleibt leider nicht aus: Vom primär für den amerikanischen Markt gebauten Genesis kommen heuer lediglich 110 Stück nach Österreich, in den nächsten Jahren sollen es auch nicht mehr werden.

Positiv betrachtet: Wer schnell entschlossen ist, kann sich mit dem Genesis Coupé ein heißes Eisen sichern, das in Sachen Exklusivität locker mit Ferrari mithalten kann - um ein Achtel des Kaufpreises, wohlgemerkt.

Technische Daten 2,0 Turbo und V6

Preise und Ausstattung

Weitere Artikel:

Citroën ë-Spacetourer und Mercedes e-Vito Tourer stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass hoher Nutzwert und akzeptable Praxisreichweiten nicht weiter im Widerspruch stehen und empfehlen sich für den Einsatz als lautlose Shuttledienste.

Provisorien halten länger

Helden auf Rädern: Morris Marina

An guten Ideen mangelte es der britischen Autoindustrie noch nie. Oft aber an einer passenden Umsetzung, und meist am fehlenden Geld. Dass jedoch so viel zusammenkommen musste wie beim Morris Marina gab es wirklich selten.

Die Checkliste für Fahrer und Maschine

Sicherer Start in die Saison

Der Frühling startete sommerlich. Und Motorradfahrer lassen sich jetzt besonders gern den milden Wind um die Nase wehen. Doch vor allem Saison-Fahrer sollten dem Thema Sicherheit noch einmal Aufmerksamkeit schenken.

In einer Mail baten Unterstützer der Nordirland-Rallye die Redaktionen, auf eine Umfrage aufmerksam zu machen...