AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Schärfere Gesetze gegen Raser
Dessie_Designs / pixabay

Strafen bis zu 5.000 oder Auto-Abnahme

Im Ministerrat wurde der Weg zu schärferen Strafen für Tempoüberschreitungen im Straßenverkehr geebnet. Um Todesopfern im Straßenverkehr entgegenzuwirken, plant die Regierung höhere Strafen bis zur Auto-Abnahme. Manchen geht der Vorschlag zu wenig weit, andere warnen vor Drangsalierung der Autofahrer und Enteignungsfantasien.

Mag. Bernhard Katzinger

Eingebracht wurde der neue Vorschlag von der grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler und dem Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Er beinhaltet:

- Der Strafrahmen für überhöhte Geschwindigkeit wird auf 5.000 Euro erhöht
- Entzugsdauer des Führerscheins und auch der Beobachtungszeitraum für wiederholte Geschwindigkeitsübertretungen werden verdoppelt
- neues Delikt "illegale Straßenrennen": Strafe sind 6 Monate Führerscheinentzug und in Wiederholungsfällen "Psychotest". Eine Beschlagnahmung des Fahrzeugs ist in Extremfällen möglich

Der letzte Punkt klingt für die FPÖ nach "grünen Enteignungsfantasien". Zu mehr als "Abkassieren, Abstrafen und jetzt auch noch Beschlagnahmen" sei Gewessler nicht fähig, so FP-Verkehrssprecher Christian Hafenecker.

Auch ARBÖ und ÖAMTC stimmen dem Paket zwar grundsätzlich zu, warnen aber auch vor Vorschriften, die übers Ziel hinausschießen. Konkret fordert ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer: "Minimale Übertretungen dürfen nicht in einen Topf mit 'Rasen' geworfen werden. Hier braucht es klare Abgrenzungen", während ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig darauf hinweist, dass eine mögliche Beschlagnahme des Fahrzeugs als Eingriff ins Eigentumsrecht auf seine Verfassungsmäßigkeit geprüft werden müsse.

Ganz anders sieht das, erwartungsgemäß, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Dieses "Minimalprogramm in der Verkehrssicherheit" koste Menschenleben, warnt dessen Direktor Othmar Thann, der u.a. eine deutliche Senkung der Grenzwerte für Führerscheinentzug um je 10 km/h innerorts auf 30 bzw. außerorts auf 40 km/h mit einer Entzugsdauer von 3 Monaten fordert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Leser-Fahraktion: Super-Test-Sommer 2025

Leser im vollen Testeinsatz

Quer durch Österreich fuhren unsere sechs Testwagen – mit Ihnen am Steuer! Die Palette umfasste diverse SUVs, wobei die Range vom Diesel über den Hybrid bis zu Elektromodellen reichte.

Wie Gutachter nicht nur beim Geld sparen helfen

Was tun, wenn’s kracht?

Ein Verkehrsunfall bringt mehr als nur Blechschäden mit sich. Unsicherheit, der Stress der Regulierung und das Risiko, finanzielle Einbußen zu erleiden, sind meist mit an Bord. Hier kommen unabhängige Kfz-Gutachter ins Spiel.

Was passt zu Ihrem Alltag?

Auto-Abo, Carsharing oder eigenes Fahrzeug

Mobilität als Alltagskonzept verändert sich. Während das eigene Auto jahrzehntelang als selbstverständlich galt, stehen heute gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Auto-Abos, stationsbasiertes oder freies Carsharing und klassische Kaufmodelle konkurrieren miteinander.

Toyota Aygo X Play im Test

Von A nach B unter 20.000 Euro

Selbst wenn man zum Aygo X Play das Design- und das Komfort-Paket dazubestellt, steht noch lang kein Zweier an erster Preisstelle. Unterwegs mit 998 ccm und 72 PS: Da ist immer Schwung nötig und hoffentlich fährt hinten keiner mit.

Auf der Suche nach einem neuen Autoreifen, kann man schnell feststellen, dass moderne Reifen mit Hinweisen auf besondere Witterungsresistenz versehen sind. Grund hierfür sind die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre.

Die Welt-Leitmesse zum Thema Caravan

Gradmesser der Branche: Caravan Salon Düsseldorf

Die Strahl- und Anziehungskraft der größten Leistungs-Show von Reisemobilen, Caravan und Tourismus ist erneut auch durch die 64. Ausgabe – seit 1994 in Düsseldorf – bestätigt worden. Fast 270.000 Besucher – nicht nur aus DACH, Benelux und den weiteren zentraleuropäischen Anrainern, sondern aus 41 Ländern sorgten für die zweitbeste Resonanz in den Hallen am Rhein.