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eCall: Datenmonopol für Autohersteller?

Datenrettung rufen!

Das Notrufsystem E-Call ist ab Oktober 2015 verpflichtend. Es sind aber noch Fragen offen - etwa jene, wer Zugang zu den Autofahrerdaten erhält.

mid/ts; Foto: Siemens

Autofahrer müssen nach der Einführung des europaweiten Auto-Notrufsystems eCall im Oktober 2015 für alle neu typisierten Pkw die Kontrolle über ihre Daten behalten. Das forderte das EU-Parlament bereits im Februar und darüber beraten die EU-Institutionen derzeit.

Das Ziel lautet, die Autohersteller zum Einbau einer standardisierten und offenen Schnittstelle für den Datentransfer zu verpflichten.

Anderenfalls droht ein Daten-Monopol der Autobauer, was andere Marktteilnehmer benachteiligt und langfristig zu höheren Kosten für die Autofahrer führen könnte. Nur bei Freigabe der Daten können die Autofahrer frei entscheiden, an wen sie diese übermitteln: an Autohersteller, Versicherer, Kfz-Betriebe, Mobilitätsdienstleister oder Automobilclubs.

Hätten die Autohersteller alleinigen Zugang zu den Daten, könnten sie andere Dienstleister ausschließen, was zu einem eingeschränkten Wettbewerb führen würde.

Die Technik des automatischen Notrufs ermöglicht neben der Verständigung der Rettungsdienste und dem Übermitteln der Fahrzeugposition zahlreiche Zusatzdienste.

Dazu zählen etwa die schnelle Hilfe bei einer Panne, Ferndiagnosen oder die Ortung des Fahrzeugs nach einem Diebstahl. Bei einem Daten-Monopol der Hersteller können die Autofahrer nur die Dienste nutzen, die vom jeweiligen Autobauer angeboten werden, und wären jenem auch preislich ausgeliefert.

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