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Mazda RX-8 Revolution Top - im Test

Fahren & Tanken

Der Kreiskolbenmotor namens Renesis wartet mit einem Hubraumäquivalent von 2.616 Kubikzentimetern auf, daraus leistet er 231 PS bei einer Drehzahl, die ihren Namen verdient hat, nämlich 8.200 Touren. Das offerierte Drehmoment nimmt sich mit 211 Nm dagegen überschaubar aus.

Man fährt hier mit Drehzahlen, bei denen man in anderen Fahrzeugen bereits nach dem Pannendienst telefonieren sollte. Damit müssen Newbies umgehen lernen – und sich trauen, dem Motor die vermeintliche Tortur zuzumuten.

Aber keine Angst, er ist so gebaut. Das Drehzahl-Management passiert via ein Sechsganggetriebe, in dessen Korridoren man oft und gern unterwegs ist. Die Wege von einer Fahrstufe zur nächsten sind kurz und leicht zu finden.

Es gibt dann Menschen, die dann behaupten „da geht nichts weiter“, bis ein Blick auf den Tacho ihnen ausrichtet: Es geht ja doch! Die Entfaltung der Kraft ist beinahe linear, „Spitzen“ im Anschub sind nicht so deutlich zu spüren wie beim Hubkolbenmotor. Und da ist ja auch noch der Klang.

Egal wie, wo und vor allem wie schnell man unterwegs ist, aural ist der RX-8 dank der kernigen Tenor-Singstimme immer der große Weltmeister. Die Außenwelt blickt sich suchend nach dem Rennwagen um, der da herangaloppiert kommt.

Es ist zwar eigentlich kindisch, aber Spaß macht’s doch, wenn man ausnahmsweise einmal Motorräder im Tunnel übertönen kann. Allein die empörten Blicke der Zweiradfreunde („Ruhe!“) sind den Kaufpreis wert. Umgekehrt macht man sich in den Nachtstunden in seiner Nachbarschaft womöglich unbeliebt.

In 6,4 Sekunden wird aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt. Auch ein Renesis hat seine Grenzen; bei 8.500 Umdrehungen bittet dann ein Warnsignal, jetzt bitte in einen Gang hinaufzuschalten. Das geht klick-klack, mit etwas nachdrücklichem Input, aber sehr exakt.

Autobahntempo bedeutet ungefähr 4.000 Umdrehungen, für den Motor ist das noch nichts; den Reisenden geht der Singsang auf einer längeren Fahrt irgendwann auf die Nerven. Bei 234 km/h wäre die Höchstgeschwindigkeit erreicht, wenn man sich’s anhören will.

Auch das Sportfahrwerk ist fürs Autobahn-Cruisen eigentlich zu straff ausgelegt und prügelt die Insassen durch. Mehr Spaß macht die Sache im kurvigen Geläuf, dort brilliert der straffe Unterbau des RX-8. Innenbelüftete Scheibenbremsen rundum sorgen für die nötige Entschleunigung, ein Sperrdifferential für die Traktion der Antriebsräder. Nur dem ESP (bei Mazda heißt das System DSC) wird’s manchmal zu „furious“, dann packt es recht vehement zu.

Im Stadtverkehr lässt es sich bei im Verhältnis niedrigen Drehzahlen mit Gleichmut im Autokonzert mitsummen. Dort hadert man wiederum etwas über die unübersichtliche Karosserieform mit den voluminösen C-Säulen. Da hilft der Heckflügel beim Einparken.

Somit kurz zu den Schwächen des Wankelmotors. Und die liegen im Treibstoffverbrauch und bei den Emissionen. Das Werk avisiert für den RX-8 einen Verbrauch von 11,5 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer.

Wir haben im Durchschnitt bei dem Fahrzeug angebrachter Fahrweise (manchmal übermütig, aber stets im Rahmen des Erlaubten) nochmals zwei Liter draufgelegt. Das sind Werte, bei denen man nachdenklich wird – zumindest an der Kassa.

Auch ein Check des Ölstandes kann hin und wieder nicht schaden, denn höhere Temperaturen im Motor bedeuten einen größeren Hunger nach Schmiermittel. Alle 1.000 Kilometer wird man nachschenken müssen.

Was die größere Verbreitung des Wankel-Konzeptes letzten Endes verhindert hat, waren seine Emissionen. Die Ingenieure bei Mazda haben mit Hartnäckigkeit und hohem Aufwand hier sehr viel erreicht; der Motor erfüllt die Abgasnorm Euro 4. Mittlerweile steht allerdings schon Euro 6 vor der Tür.



Weitere Testdetails:

Einleitung

Innenraum

Testurteil

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Technische Daten, Ausstattung

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