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Auf Wolke 7

Technische Revolution trifft auf optische Evolution: Wir nehmen den brandneuen BMW 7er mit Dreiliter-Diesel und Allradantrieb unter die Lupe.

Bernhard Reichel

Bei der Präsentation eines neuen 7er-BMW war die Autowelt eine zeitlang nervös, der 2001 vorgestellte Vor-Vorgängers des damaligen Chefdesigners Chris Bangle war schließlich die reine Provokation.

Doch das ist Vergangenheit. BMW und Kundschaft können zurzeit in Sachen Formwahl überaus zufrieden sein und so wurde auch das Flagschiff optisch nur im Detail weiterentwickelt.

Die Front der sechsten Generation prägt vor allem der Anschluss der riesigen Nieren an die flachen Scheinwerfer. Die Seitenlinie wirkt muskulös und elegant zugleich, die aktive Radhausentlüftung wird von einer durchgehenden Chromspange begleitet.

Mit den neuen Heckleuchten haben die Bayern nun eine richtig harmonische Formensprache gefunden. Mit fünf Metern Länge und 1,9 Meter Breite bleibt der 7er jedoch eine mächtige Erscheinung.

Zahlreiche Details wie etwa die Rückspiegel-Halterungen, die elegant aus den seitlichen Zierleisten herauszuwachsen scheinen, zeugen von großer Liebe zum Kleinen. Das neue Karosseriekleid versprüht wieder schlanke Eleganz wie einst die Modellversion E38, damals James Bonds Dienstfahrzeug.

Auch technisch sind nun Spielereien möglich, die Bond schon Mitte der 1990er-Jahre vorwegnahm, der 7er lässt sich zwar noch nicht per Fernbedienung steuern, wohl aber bereits Ein- und Ausparken.

Die großen Neuerungen sitzen unter der Haut aus Aluminium, Magnesium und Karbon. Viele Versteifungen, vor allem an den Säulen, sind aus dem leichten Kohlefaser-Material.

Das Fahrzeuggewicht ließ sich so gegenüber dem Vorgänger um 130 Kilogramm senken. 1,9 Tonnen sind zwar immer noch eine Menge Auto, aber ein toller Wert im Vergleich zur Konkurrenz.

Serienmäßig schwebt der 7er per Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung über den Asphalt. Erstmals kommt auch ein neues Fahrwerksregelsystem zum Einsatz. Wankbewegungen bei dynamischer Kurvenfahrt werden damit von elektromechanisch angetriebenen Stabilisatoren ausgeglichen.

Gegen Aufpreis steht, nach dem i8, nun auch im 7er das Laserlicht mit seiner einzigartigen Reichweite von 600 Metern zur verfügung. Im Innenraum fühlt man sich weiterhin wie zu Hause. Lediglich die nun digitalisierten Armaturen stechen heraus. Deren Oberfläche, Farbe und Anzeigen passen sich den jeweiligen Fahrmodus an.

Weniger sichtbar, aber umso beachtlicher ist die Weltneuheit Gestiksteuerung. 3D-Sensoren ermöglichen komfortable Interaktion mit dem Infotainmentsystem durch vordefinierte Handbewegungen.

Mit 515 Litern Kofferraumvolumen lasst sich wunderbar verreisen. Wer noch mehr Platz im Innenraum wünscht, und eventuell auch einen Chauffeur zur Hand hat, kann zur Langversion "L" greifen.

Unser getesteter 730d hat übrigens tatsächlich drei Liter Hubraum - das ist ja bei BMW schon längst nicht mehr selbstverständlich. Der selbstzündende Reihensechszylinder leistet 265 PS und vor allem mächtige 620 Nm maximales Drehmoment.

Ob der neue 7er den bisher positiven Eindruck auch beim Fahren bestätigen kann, wieviel er verbraucht und kostet, lesen Sie nach Klick auf diesen Link.

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