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Revoluzzer aus Neckarsulm

Mit Wankelmotor und einer Karosserie, die durch revolutionäres Design bestach, erregte der NSU Ro 80 bei seiner Premiere 1967 Aufsehen.

mid/kosi

Im Gegensatz zu den damaligen Fahrzeugen kam der Ro 80 ohne Schnörkel, stattdessen mit einer klaren Linienführung in Keilform aus. Sein Design war zu dieser Zeit ebenso unorthodox wie sein Antriebskonzept mit Vorderradantrieb, vier Scheibenbremsen und Zweikreis-Diagonalbremssystem. Zudem verfügte das Fahrzeug über eine günstige Achslastverteilung und eine sichere Fahrgastzelle.

In der Praxis begeisterte er viele Fahrer besonders durch den laufruhige Kreiskolbenmotor mit 85 kW/115 PS. In Kombination mit einem halbautomatischen Dreiganggetriebe absolvierte die Limousine den Spurt von null auf Tempo 100 in 12,5 Sekunden und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Etliche Fahrzeuge absolvierten allerdings auch mindestens einen Motorwechsel: Die damaligen Materialien waren den immensen Beanspruchungen noch nicht gewachsen.

Der Ro 80 war (und ist) ein Auto für Individualisten, doch dieser Kreis war damals zu klein, um ihn für den Hersteller auf Dauer profitabel zu machen. Daher wurde nach rund 37.400 Exemplaren die Produktion im August 1977 eingestellt, damit verschwand auch die Marke NSU als solche – ab 1969 schon Teil der Audi-NSU Auto Union AG - von der Bildfläche.

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