CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Der geflügelte Toyota

Drei Jahrzehnte ist es her, da wuchsen dem Toyota Flügel. Sein Name: Sera. Mit fast vollverglaster Kabine und flügelartigen Schmetterlingstüren wirkt das 1990 eingeführte Modell wie ein schneller Raumkreuzer aus einer anderen Galaxie. Passend dazu trägt das kompakte Fastback-Coupe die Zukunft im Namen. Denn Sera leitet sich von der Futur-Form des französischen Verbs etre (sein) ab.

mid/wal

Obwohl der bis 1995 in rund 16.000 Einheiten produzierte Toyota Sera ausschließlich in Japan verkauft wird, finden einige Fahrzeuge des 2+2-Sitzers den Weg nach Europa. Ein brillant-grünes Exemplar dieses spektakulär gezeichneten und raren JDM-Sportlers zählt heute sogar zu den Stars der Toyota-Collection, der Klassikersammlung auf dem Gelände von Toyota Deutschland in Köln.

Das Fahrzeug findet Nachahmer: So führt dieses unter Chefingenieur Kaneko Mikio und Karosserie-Designer Yao Hiroyuki aus dem visionären Konzeptfahrzeug Toyota AXV-II entwickelte Coupe gleich mehrere neue Technologien und Design-Konzepte ein, die andere Hersteller adaptierten.

Allen voran die Neuheit der beiden Schmetterlingstüren, die nicht nur einen bequemen Einstieg ins sportliche Cockpit gewähren, sondern innovativ oberhalb der Frontscheibe und an der A-Säule befestigt sind und bei Öffnung nur 43 Zentimeter Platzbedarf zur Seite haben - vorteilhaft auf engen Parkplätzen.

Sogar Gordon Murray, Chefdesigner des legendären McLaren F1, lässt sich bei der Entwicklung dieses weltweit schnellsten Serienautos der 1990er Jahre von den cleveren Schmetterlingstüren des Toyota Sera inspirieren, wie er später verrät. Den renommierten Car Design Award Torino-Piemonte 1991 sichert sich der Toyota Sera allerdings durch sein Gesamtkonzept aus Glaskabine, Gullwing-Türen und rundlichen Bioformen.

Dazu passen auch die innovativen, intensiv leuchtenden Mica-Metallic-Lackierungen wie Silber-Opal, Rot, Grün, Gold-Gelb oder Türkis. Sogar bei Dunkelheit ist der schnelle Sera im Rückspiegel zu identifizieren, denn als eines der ersten Fahrzeuge gibt es den Japaner mit hell strahlenden Projektionsscheinwerfern. Trotz der großflächigen Verglasung des Sera inklusive komplett gläserner Heckklappe gelingt es Toyota, das Leergewicht des 3,86 Meter langen und 1,27 Meter flachen Sportcoupes mit neuartigen Leichtbautechniken auf 890 Kilogramm zu reduzieren.

Dadurch erbringt der neu entwickelte 81 kW/110 PS starke 1,5-Liter-Vierzylinder-Motor mit 16-Ventiltechnik nicht nur sportliche Fahrleistungen, sondern auch eine vorbildliche Effizienz. Aber der Toyota Sera beeindruckt auch durch damals in kleinen Sportcoupes neuartige Ausstattungsoptionen wie Audiosystem mit digitalem Signalprozessor und zehn Lautsprechern, Faxgerät mit Telefon sowie "CleanAce"-Luftfiltersystem, das den Geruch von Zigaretten neutralisiert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Vier Videos zur Drei-Länder-Tour

Ötztal Classic 2021: Rückblick

Die 23. Ötztal Classic lockte wieder zahlreiche Liebhaber klassischer Fahrzeuge ins Tal. Auch dieses Mal durften wieder schöne Strecken befahren und ausgefallene Fahrzeuge bewundert werden. Hier ein umfassender Rückblick, aufgeteilt auf vier Videos.

Und jetzt Mal Klartext

Helden auf Rädern: Renault 16

Den modernen Kompakten gab es fast schon, ehe es den modernen Kompakten überhaupt gab. Das Schicksal des Renault 16 ist nur leider, dass das jeder irgendwie schon vergessen hat.

Das Kind in der Mitte

Helden auf Rädern: Talbot Tagora

Auf dem Papier erschien der Talbot Tagora wie ein ambitioniertes Oberklasseprojekt. In der Praxis und nach einer Firmenübernahme blieb nichts anderes übrig als ein Modell, das nicht mehr in die Produktpalette passen wollte.

Der Urvater der Kompakt-SUVs

20 Jahre Suzuki Ignis

Das japanische Unternehmen Suzuki ist 101 Jahre am Markt. Der Suzuki Ignis, ein kleiner Crossover, feiert jetzt sein 20-jähriges Jubiläum. Im Januar 2001 rollte der kleine Kompaktwagen erstmals auf unsere Straßen. Der Suzuki Ignis stach als Kombination aus Kompaktwagen, SUV und sportlichem Steilheckmodell hervor.

Sicherheit hat immer etwas mit Vernunft zu tun, heißt es. Eine These, die der Bricklin SV-1 wohl bewusst durchbrechen wollte. Das allein sollte ihm aber nicht zum Verhängnis werden.

Für jedes Team wird ein Baum gepflanzt

Über 200 Oldtimer bei den Vienna Classic Days

Wie seit 25 Jahren fast jeden Sommer erobern auch diesen August Oldtimer aus der ganzen Welt die Wiener Innenstadt. Und das besonders niederschwellig: Zuschauen ist kostenlos und die Teilnahme günstig: Desto älter das Auto, desto geringer das Nenngeld.