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Horner: „Formel 1 verpasst 2017 große Chance“

RBR-Teamchef Christian Horner befürchtet die Formel 1 verpasse eine Große Chance mit dem Reglement für 2017 „die Männer von den Jungs zu trennen“.

RBR-Teamchef Christian Horner hat Angst, dass die Formel 1 eine große Chance verpasst, "die Männer von den Jungs zu trennen", sollte man das neue Reglement ab 2017 nicht richtig umsetzen.
RBR hatte vor rund 1,5 Jahren ein Konzept vorgelegt, bei dem das Auto signifikant breiter werden würde und bei dem die Rundenzeiten um sechs Sekunden sinken würden. Zwar wurde der Vorschlag ursprünglich angenommen, doch nach Bedenken von Reifenhersteller Pirelli sieht es derzeit allerhöchstens nach einer Kompromisslösung aus.

Die neuen Pläne sehen eine Verbesserung um drei bis vier Sekunden pro Runde vor, doch entschieden wurde noch nichts. Zuletzt ließ die Strategiegruppe die Ende Februar auslaufende Entscheidungsfrist um zwei Monate nach hinten verschieben, um mehr Zeit zu gewinnen. Horner hofft, dass man sich bis dahin einigen kann, wie die Formel 1 2017 wieder schneller und aggressiver werden kann.

Doch in den 1,5 Jahren seit dem Vorschlag von RBR ist man nur soweit gekommen, wie man aktuell ist. "Das ist ein Schritt nach vorne, und wir gehen den richtigen Weg - aber wir sind immer noch nicht angekommen", sagt der Brite gegenüber Autosport. "Der Schritt ist zwar nicht so groß wie erhofft, aber mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung." Horner glaubt, dass man bis zum 30. April noch einige Dinge bewerkstelligen kann - und auch muss.

"Es gibt immer noch die Möglichkeit sicherzustellen, dass das Produkt für 2017 die Kriterien erfüllt, weil es wirklich schade wäre, wenn wir diese Möglichkeit verpassen würden", sagt er. Doch noch immer gibt es viel Zurückhaltung bei der Konkurrenz. Ferrari würde gerne Autos in aktueller Breite behalten, und auch Mercedes hat sich gegen die Kompromisslösung ausgesprochen. In Treffen der Strategiegruppe wird daher zumeist höchstens das neue Datum der nächsten Sitzung festgelegt.

Doch auch Horner gibt zu, dass es beim aktuellen Kompromissvorschlag, der von McLaren kam, einige Skepsis seitens RBR gibt. Denn mit den neuen Regeln könnten die Power-Units eine größere Rolle spielen und damit wieder Mercedes in die Karten spielen. "Mit größeren Reifen gibt es auch mehr Luftwiderstand, und so lange man keinen effizienten Abtrieb hat, verbringt man mehr Zeit mit Vollgas - und da macht die Leistung wieder einen größeren Unterschied." Doch wer weiß, was bis zum 30. April wirklich entschieden werden wird.

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