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Formel 1: Analyse

Spritsparen heuer als großes Thema?

Die erlaubte Benzinmenge wurde zwar nach oben gesetzt, doch die Autos verbrauchen durch mehr Abtrieb und breitere Reifen auch mehr.

Werden die ersten Rennen der Formel-1-Saison 2017 zum Spritkrimi? Haltbarere Reifen sollen die Fahrer heuer nicht mehr einbremsen, dafür könnte nun der Treibstoff zum limitierenden Faktor werden. Ingenieure gehen laut auto motor und sport davon aus, dass die Rennen des ersten Saisonviertels vom Benzinsparen geprägt sein werden.

Dabei hat die FIA den Teams bereits ein Zugeständnis gemacht: Laut Artikel 30.5 des sportlichen Reglements dürfen die Autos nun 105 (statt wie bisher 100) Kilogramm Sprit während eines Rennens verbrauchen. Das ist allerdings auch notwendig, denn die überarbeiteten Boliden werden mehr Benzin verbrauchen.

Die Autos sind heuer etwas breiter, das gilt auch für die Reifen. Das bedeutet mehr Luftwiderstand – man spricht von rund zehn Prozent. Zudem können die Fahrer durch den höheren Anpressdruck vor den Bremszonen länger mit Vollgas fahren, was den Spritverbrauch in die Höhe treibt.

Bei den Testfahrten in Barcelona soll der Treibstoffverbrauch höher als angenommen ausgefallen sein. Dadurch könnte die neue Spritobergrenze solange ein Thema sein, bis die Rennställe die richtigen Erkenntnisse und Verbesserungen gefunden haben. Schon kurz nach Einführung der Turbohybridaggregate war die Tankmenge kaum noch ein Thema.

Die Kurse in Australien, Bahrain und Russland gelten ohnehin als kritisch, was den Benzinverbrauch betrifft. Endgültige Antworten werden aber erst die Grands Prix selbst liefern.

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