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Scuderia Toro Rosso zeigt den STR12

Als letztes Team hat Toro Rosso sein Auto für 2017 vorgestellt – im neuen Farbkleid stehen die Fahrer vor großen Herausforderungen.

Das Starterfeld für die Formel-1-Saison 2017 ist komplett: Als letztes Team hat die Scuderia Toro Rosso ihren diesjährigen Boliden vorgestellt. Erstmals seit Übernahme des Minardi-Teams zur Saison 2006 hat die man das Farbdesign ein wenig umgestaltet: Für den STR12 hat man sich vom Mitternachtsblau verabschiedet und tritt nun in etwas helleren Tönen an. Bei der Formgebung lehnt sich der Bolide stark an die anderen Autos an. Vom geschwungenen Frontflügel über die eingezogenen Seitenkästen bis hin zur fast schon obligatorischen Heckfinne wurden alle Details übernommen. Nur bei der Nase ist man einen anderen Weg gegangen und verzichtet bislang auf einen Fortsatz an der Spitze.

Anders als in der Formel-1-Saison 2016 wird der Toro-Rosso-Bolide wieder von einem aktuellen Motor angetrieben: Nach einem Jahr mit Ferrari-Vorjahresmaterial ist der Rennstall wieder zu Aggregaten des früheren Zulieferers Renault zurückgekehrt, nachdem sich die Wogen zwischen dem Mutterkontzern des Teams und dem französischen Autohersteller wieder geglättet haben. Allerdings gab es gleich zu Beginn der erneuten Kooperation ein Problem zu vermelden, als bei Filmaufnahmen in Misano ein Renault-Triebwerk nach nur sechs Runden seinen Geist aufgab.

"Da wir bei der Fahrerpaarung auf Kontinuität setzen und ein Aggregat besitzen, das ein deutlicher Schritt nach vorne sein und stark weiterentwickelt werden sollte, ist das Chassis die einzige Unbekannte", sagt Technikchef James Key. Der Brite spricht von hohen Zielen des Teams und davon, dass sich das Auto im weiteren Saisonverlauf noch stark verändern wird: "Ich schätze, dass in diesem Jahr noch viel Leistung gefunden wird."

Helmut Marko hat für die Saison 2017 den Druck auf das Nachwuchsteam erhöht. Drei siebente Plätze hintereinander in der Konstrukteurs-WM stellen ihn nicht zufrieden. "Wir haben an Toro Rosso die Devise ausgegeben, dass sie bessere Resultate einfahren müssen", stellt er klar. Als Saisonziel wurde der fünfte WM.Platz festgelegt: "Das Potenzial ist da. Das Team hat ein gutes Budget, einen guten Designer, jetzt auch einen guten Motor."

Umsetzen müssen das dann die Fahrer, die wissen, dass sie in der Formel-1-Saison 2017 unter Druck stehen werden. Carlos Sainz junior geht in seine dritte Saison mit Toro Rosso und wird das Team somit am Ende des Jahres laut interner Richtlinien wohl verlassen müssen. Immerhin soll das Renault-Werksteam Interesse am Spanier als künftige Fahreroption angemeldet, das Sainz jun. in dieser Saison allerdings mit guten Leistungen aufrechterhalten müssen wird.

Die Aussicht auf ein Cockpit abseits Toro Rosso kann Daniil Kvyat nicht vorweisen. Dass der Russe nach seiner Zurückstufung von RB Racing im vergangenen Jahr überhaupt noch in der Formel-1-WM ist, kam für viele eher überraschend. Kvyat wird in seiner vierten Saison zweifellos um die Fortsetzung seiner Grand-Prix-Karriere kämpfen müssen, denn der amtierende GP2-Meister Pierre Gasly scharrt bereits in den Startlöchern.

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