MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Pérez begräbt Traum vom Ferrari-Cockpit

Sergio Pérez findet sich damit ab, kein Ferrari-Pilot mehr zu werden. Stattdessen will der Mexikaner mit Racing Point Erfolge feiern.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, doch bei Sergio Pérez ist es jetzt passiert. Hatte der Mexikaner als hoffnungsvoller Ferrari-Junior einst schon ein Formel-1-Cockpit bei der Scuderia im Blick, gelang ihm der letzte Schritt nicht. 2014 kam ihm Kimi Räikkönen dazwischen, danach standen bereits die Junioren Antonio Giovinazzi und Charles Leclerc in den Startlöchern.

Das Thema Ferrari st abgehakt, nun will Pérez mit Racing Point an die Spitze. Der Force-India-Nachfolger rüstet dank der Finanzspritze durch Lawrence Stroll kräftig auf. Sollte künftig eine Budgetobergrenze greifen, wäre sogar der WM-Titel denkbar; schließlich gilt das Team schon lange als das effizienteste der Formel-1-WM.

"Die Zeiten haben sich geändert. Mein Ziel ist nun, den nächsten Schritt mit meinem jetzigen Team zu gehen. Ich bin tief in dieses Projekt eingebunden. Wir erleben eine tolle Zeit und können Großes bewerkstelligen", sagte der 29jährige gegenüber Marca.

Pérez´ Sponsoren haben Force India im Vorjahr mit Geldforderungen in die Insolvenz geschickt und damit die Neuübernahme durch ein kanadisches Konsortium erst ermöglicht. Mit neuer Lizenz konnte man nach der Sommerpause weiter antreten, musste aber wieder bei null Punkten starten. Pérez und Esteban Ocon holten in neun Rennen noch 52 Punkte, was Platz sieben in der Konstrukteurswertung bedeutete.

Die finanziellen Mittel sind nun zwar wieder vorhanden, doch der Neuaufbau wird dauern, weshalb der Mexikaner erneut einen Kampf ums Mittelfeld erwartet – wohl noch enger als in der Vorsaison: "Es wird in diesem Jahr sehr eng. Ich kann nicht sagen, wer in diesem Bereich des Feldes vorn liegt. Es sieht so aus, als wäre Alfa sehr stark, aber ich bin zuversichtlich, dass wir wieder das Maß der Dinge sein werden."

Wäre eventuell sogar ein Angriff auf Red Bull Racing drin, sofern dieser Rennstall nach dem Wechsel zu Honda doch Anlaufschwierigkeiten bekommen sollte? "Das fragen wir uns alle, aber wir müssen das erste Rennen abwarten, um zu sehen, wo wir wirklich stehen. Man darf nie vergessen, dass eine Formel-1-Saison sehr lange dauert. Da braucht man Geduld", so Pérez.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

DTM erwägt große Format-Revolution

2027 Shootout-Qualifying in zwei Teilen?

Wird für 2027 in der DTM das Qualifying- und das Rennformat sowie der Ablauf geändert? Am Sachsenring gab es intensive Gespräche mit den Teams

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs

Zu wenig Action in Madrid

Madring soll für 2027 geändert werden

Der Madring steht nach seinem Formel-1-Debüt vor möglichen Änderungen: Die FIA hat den Veranstaltern bereits konkrete Empfehlungen gegeben

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1

Ein Thriller mit einem märchenhaften Ende: Kimi Antonelli demütigt George Russell und gewinnt den Grand Prix von Italien - Charles Leclerc übersteht Crash unverletzt