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Einschaltquoten: ORF legt deutlich zu

Bei 13 Grand Prix stiegen die Einschaltquoten, nur achtmal musste man Einbußen hinnehmen.

Foto: ORF/EPA/Srdjan Suki

Die Formel-1-Saison 2019 hat in der hiesigen TV-Landschaft ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Free-TV-Sender RTL hat im aktuellen Jahr einige Hürden in den Weg gestellt bekommen und bei den Quoten die Quittung dafür kassiert. Da wäre zum einen die vor allem zu Beginn sehr eintönige Saison ohne WM-Chance für Sebastian Vettel, zum anderen die größere Konkurrenz.

Denn war der Zuschauer 2018 in weiten Teilen Deutschlands praktisch auf RTL angewiesen, gab es in der abgelaufenen Saison Alternativen. Sky Deutschland kehrte nach einem Jahr Auszeit in die Berichterstattung zurück, zudem war F1 TV Pro nun auch über die gesamte Saison verfügbar und mit neuen Features ausgestattet.

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Kölner Privatsender mit sinkenden Einschaltquoten zu kämpfen hatte. Kam man 2018 noch auf eine Gesamt-Einschaltquote von 94,52 Millionen Fans, waren es 2019 mehr als zehn Millionen weniger: 84,15 Millionen.

Bei 21 Grands Prix verlor man somit im Durchschnitt eine halbe Million Zuseher pro Rennen: 4,0 Millionen statt zuvor 4,5 Millionen schalteten ein. Der Marktanteil sank im Durchschnitt von 29,31 Prozent auf 25,65 Prozent.

Trotzdem konnte RTL bei einem Drittel der Rennen - also sieben von 21 - eine höhere Einschaltquote als in der Vorsaison erzielen: Bahrain, Österreich, Italien, Russland, Japan, Mexiko und Brasilien. Auffällig ist, dass die meisten davon in der zweiten Saisonhälfte liegen, als Mercedes nicht mehr so dominant war und insbesondere Ferrari stärker wurde.

Überraschend: Obwohl 2018 im Sommer die Fußball-WM stattfand, verzeichnete man in Frankreich und Großbritannien zum Teil deutlich höhere Quoten als im fußballlosen 2019.

Den größten Zuspruch erlebte das Rennen in Sotschi, das 710.000 Fans mehr verzeichnete. Das meistgesehene Rennen des Jahres war Deutschland (5,37 Millionen) vor Italien (5,26) und Brasilien (5,01).

Quotenflop des Jahres war der Grand Prix in Kanada, wo statt 5,71 Millionen nur noch 4,08 Millionen Fans zusahen. Auch in China, Spanien, Ungarn und den USA schalteten mehr als eine Million Fans weniger ein. Die Rennen mit den wenigsten Zuschauern waren wenig überraschend die Frührennen in Australien (1,63), Japan (2,03) und China (3,06).

Vergleiche bei Pay-TV-Sender Sky sind mit 2018 aufgrund des Wiedereinstiegs nicht möglich. Hochgerechnet kommt der Kanal auf eine Einschaltquote von 8,98 Millionen Zuschauern, was im Durchschnitt knapp 428.000 Fans pro Rennen macht. Der Marktanteil lag im Durchschnitt bei 2,91 Prozent.

Top-Quotenbringer war Mexiko mit 640.000 Zuschauern vor Brasilien (560.000) und Belgien (550.000), die Negativliste führen Japan (220.000), Spanien (330.000) und Abu Dhabi (330.000) an.

ORF mit deutlichem Plus

Anders sehen die Zahlen beim ORF aus. Der Sender konnte gegenüber der Saison 2018 nämlich sogar zulegen. Rund 534.000 Fans waren in diesem Jahr pro Rennen dabei, im Jahr davor waren es "nur" 515.000. Auf das Jahr hochgerechnet macht das einen Anstieg von 10,8 Millionen auf 11,2 Millionen - bei gleichbleibendem Marktanteil von 37 Prozent.

Der ORF konnte gleich bei einem Großteil der Rennen zulegen: Bei 13 Grand Prix stiegen die Einschaltquoten, nur achtmal musste man Einbußen hinnehmen. Generell war auch hier die zweite Saisonhälfte stärker, die größte Überraschung ist jedoch Baku, wo man sich von 387.000 auf 601.000 Zuschauer steigern konnte!

Auch hier war der Deutschland-Grand-Prix (679.000) der meistgesehene des Jahres, es folgen das Heimspiel in Österreich (672.000) und Italien (652.000). Wie auch bei RTL sind Australien (224.000), Japan (259.000) und China (404.000) am Ende des Spektrums. Den größten Einbruch erlebte Frankreich: 466.000 Zuschauer statt 625.000 im Jahr zuvor.

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