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Porsche Cayenne Diesel - im Test

Fahren & Tanken

Reichen 240 PS aus, ein knapp 2,6 Tonnen schweres SUV aus dem Hause Porsche standesgemäß zu bewegen? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, es kommt stark auf das Einsatzgebiet an. Während im tempolimitierten Österreich selten der Wunsch nach mehr Power aufkommt, sieht die Welt auf der deutschen Autobahn schon etwas anders aus.

Die wuchtige Front stemmt sich ab Tempo 150 km/h hart gegen den Wind, um die 214 km/h Spitze zu erreichen, bedarf es eines längeren Anlaufes. Vorteil: Das Überholprestige ist wie bei allen Porsche-Modellen groß, der Cayenne macht hier keine Ausnahme.

Hierzulande muss man sich nicht großartig in Verzicht üben, um zügig voranzukommen. Egal ob auf der Autobahn oder auf der Landstraße, die Reserven des Sechszylinder Turbodiesels sind mehr als ausreichend. Dank des satten Drehmoments von 550 Nm würde man auch besonders im Gelände eine gute Figur machen, theoretisch.

In 8,3 Sekunden beschleunigt der weiße Riese auf Tempo 100 km/h, den Schnittverbrauch gibt Porsche mit 9,3 Litern an. Im sorglosen Praxisbetrieb kommt man auf rund 11 Liter, ein Wert, mit dem man leben kann. Vor allem wenn man weiß, dass die Benziner bis zu 15,1 Liter schlucken, wohlgemerkt laut Werksangabe.

Die Kraftübertragung erfolgt mittels einer Sechsgang-Automatik, die einen guten Job macht. Mittels Tasten am Lenkrad kann man auch manuell in die Schaltvorgänge eingreifen, das bringt aber nur beim Bergabfahren etwas, sportlicher wird der Cayenne Diesel dadurch nicht.

Wer zur optionalen Luftfederung greift, der kann die Karosserie heben und absenken – die Mehrheit der Kundschaft wird dies eher bei Tiefgaragen als im Gelände benötigen – zudem stehen drei Fahrdynamik-Modi zur Wahl. Neben dem standardmäßig aktivierten Normal-Modus gibt es noch die Stufen „Komfort“ und „Sport“.

Zum Sportwagen wird so ein SUV aber zumindest in der Kurve nicht, etwas straffer abgestimmt vermittelt der Cayenne im Sport-Modus aber auch auf Bergstraßen durchaus Fahrspaß. Im Komfort-Mode rollt der Riese besonders sanft ab, nomen est omen.

Dass die 20-Zöller im Vergleich zu den serienmäßig verbauten 17-Zoll-Felgen nicht ganz so komfortabel sind, liegt auch auf der Hand.

Beeindruckend ist die Verzögerung, die Bremsen packen außerordentlich kräftig zu, mancher Mittelklasse-Wagen würde sich vermutlich über solche Werte freuen.

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