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Buhlen um jeden Kunden

Der Trend zu Maschinen jenseits der 1.000 ccm Hubraum reißt weiterhin nicht ab, aber auch in den kleineren Klassen wird sich 2007 etwas tun.

Silke Koppers/Holger Holzer/mid

Zuwachs bei den Kleinsten

Im Bereich der 125er gibt es einen Neuling unter den Herstellern: Erstmals präsentiert Peugeot Motocycles ein Motorrad. Bislang hat sich der französische Hersteller auf Roller und 50er beschränkt. Mit der XPS CT 125 ändert sich das - die kleine Enduro wird von einem luftgekühlten Viertakt-Einzylinder-Motor mit 125 ccm Hubraum und Fünfgang-Schaltung angetrieben.

Ebenfalls geländegängig ist die überarbeitete Version der CR 125 von Husqvarna. Allerdings hält sich die Veränderung in Grenzen: Eine verbesserte Kurbelwelle, ein kürzer übersetzter zweiter Gang und ein neu abgestimmter Auspuff sind bereits alle Modifikationen. Dass sich beim schwedischen Hersteller nach wie vor nicht viel bewegt, liegt wahrscheinlich am immer noch finanziell klammen Mutterkonzern MV Agusta, der nach dem Ausstieg des größten Anteilseigner, Automobilhersteller Proton aus Malaysia, von einem Konsortium italienischer Firmen unter dem Namen Gevi unterstützt wird.

Daher regt sich bei Husqvarna auch nur bedingt etwas in der 250 ccm-Klasse, etwa bei der Crosser TC 250. Der Viertakter verfügt nun über einen stabileren Kupplungskorb und eine haltbarere Kickstarterwelle. Ein paar Änderungen im Offroad-Sektor hat auch Husaberg zu bieten. Die Enduromodelle FE 450e, 550 e und 650 e sind jetzt optisch noch schnittiger designt, die Motoren und Fahrwerke wurden verbessert.

600 bis 1.000 ccm: die Bestseller

Mit den Neuheiten der Motorenklasse der 600er führt der Weg zurück auf die Straße. Hierfür hat Honda die CBR 600 RR komplett überarbeitet. Das Bike wirkt jetzt schlanker und aggressiver als die Vorgängerin; das niedrige Trockengewicht von 155 Kilogramm in Kombination mit einem leistungsstärkeren Motor von mehr als 86 kW/117 PS ergibt eine Leistung, die viel Spaß für sportliche Fahrer verspricht.

Ein spielerisches Handling soll im Zusammenspiel mit dem von der Fireblade bekannten elektronischen Lenkungsdämpfer H.E.S.D. möglich sein. Der japanische Hersteller will damit neue Maßstäbe in dieser Klasse setzen. Eine Überarbeitung hat auch Suzuki seiner Bandit 650 und Bandit 650 S angedeihen lassen; der Vierzylindermotor der Streetbikes ist ab sofort wassergekühlt.

Kawasaki setzt dem sein neues sportliches Touren-Motorrad "Versys" entgegen. Der Name des Bikes setzt sich zusammen aus "Versatile" und "System" und soll auf die Vielseitigkeit und Wendigkeit des Motorrades anspielen. Laut Hersteller kann jeder Fahrer mit der Versys seinen individuellen Fahrstil auf allen Arten von Straßen entfalten.

Angetrieben wird der neue Allrounder von einem aus der ER-6 abgeleiteten Motor, dessen Drehzahl so optimiert wurde, dass in jeder Situation genug Kraft zur Verfügung stehen soll. Der flüssigkeitsgekühlte Reihenzweizylinder-Viertakter mit einem Hubraum von 649 ccm erfüllt die Abgasnorm Euro 3. Ein einstellbarer, langer Federweg soll zusammen mit der Upside-down-Gabel dafür sorgen, dass auch holprige Strecken mit Spaß bewältigt werden können. Auf den Markt kommt das Motorrad Anfang 2007, optional ist es mit ABS erhältlich.

Mit dem größten Einzylindermotor der Firmengeschichte ist KTM auf der Messe in Köln präsent. Das 690 ccm große Aggregat kann in verschiedenen Maschinen wie den Nachfolgern der bisherigen 640 LC 4 Enduro und der 640 LC 4 Adventure eingesetzt werden. Zunächst soll der Motor in der KTM 690 Supermoto erhältlich sein.

Das komplett neu entwickelte Triebwerk lässt laut Hersteller im Vergleich zum bisherigen LC 4 speziell bei niedrigen Drehzahlen weniger Vibrationen aufkommen. Erreicht wurde das durch die Optimierung des Massenausgleichs in Verbindung mit dem neuen Rahmen und der elektronisch geregelten Benzineinspritzung. Ein weiteres Resultat ist die gestiegene Kraft bei mittleren Drehzahlen und ein Plus an Druck bei hohen Geschwindigkeiten.

Die Höchstleistung liegt nun, statt bisher 53, bei 60 PS. Zudem wiegt der Einzylindermotor im Vergleich zum bestehenden LC 4-Aggregat drei Kilogramm weniger, und die erforderliche Handkraft für die Kupplung soll sich um etwa ein Drittel verringert haben. Das bisherige Fünfganggetriebe wurde durch ein Sechsganggetriebe ersetzt.

Eine Klasse höher, bei den 750ern, stellt Honda mit der Shadow Spirit dem Cruiser Shadow eine Schwester an die Seite. Das sportlich flache Motorrad verfügt über eine niedrige Sitzhöhe und ist dadurch auch für kleingewachsene Biker gut geeignet. Der V2-Motor wird über ein PGM-FI-Kraftstoffeinspritzsystem gespeist und entlässt seine Abgase katalysatorgereinigt über zwei seitlich übereinander angeordnete Endrohre im Dual-Shotgun-Stil. Die Abgasnorm Euro 3 wird auch hier, wie bei allen straßentauglichen Neuheiten, eingehalten.

Mehr zu den Neuheiten jenseits der 1.000 ccm gibt es am 9. Oktober!

Teil 2 Teil 2 Teil 2 Teil 2

Neuheiten auf der Intermot 2006, Teil 1

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