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Der Saisonstart naht

Die Piloten der DTM können den Saisonauftakt in Hockenheim am 21. April kaum noch erwarten, Karl Wendlinger zeigt großen Respekt.

Die Piloten der DTM fiebern dem Saisonauftakt am 21. April auf dem Hockenheimring bereits entgegen, Vizemeister Uwe Alzen bringt es auf den Punkt: „Ich bin heiß aufs erste Rennen.“ Drei gemeinsame DTM-Tests, zuletzt Anfang April auf dem Hockenheimring, lassen auf eine enorme Wettbewerbsdichte in der neuen Saison schließen.

Der amtierende Meister Bernd Schneider ist „überzeugt, dass in diesem Jahr die Konkurrenz in der DTM noch größer wird als im letzten. 2001 habe ich davon profitiert, dass es zwar viele starke Fahrer gab, aber keinen, der so konstant stark war, dass er mir auf den Fersen bleiben konnte.“ Gleichwohl würde der DTM-Champion seinen Titel „gerne verteidigen“.

Im Team Abt Sportsline, das aus Kempten im Allgäu stammt, melden allerdings schon Mal zwei Fahrer eigene Ambitionen an. „Ich möchte Mercedes und Opel herausfordern und um die Meisterschaft kämpfen“, sagt Laurent Aiello. Die Referenz des Franzosen: Drei Tourenwagentitel, ein Le-Mans-Sieg, zwei DTM-Siege im Abt-Audi TT-R im vergangenen Jahr. Nicht weniger routiniert ist Aiellos Teamkollege Christian Abt (STW-Meister 1999), der ohnehin als Kämpfernatur gilt. Auch Abt hat „den Titel im Visier“.

Betont zurückhaltend geben sich dagegen die beiden ehemaligen Formel-1-Fahrer, die neu in der DTM sind. Der Österreicher Karl Wendlinger (Abt Sportsline) urteilt: „Vor den Rennfahrern der DTM habe ich Respekt, das sind alles aus-gekochte Profis, egal ob sie 20 Jahre jung oder 40 Jahre alt sind. Außerdem habe ich schon bei den Tests gemerkt, wie unglaublich eng es in der DTM zugeht.“

Sternen-Neuzugang Jean Alesi bekennt nach 201 Formel-1-Rennen: „Ich glaube, dass es in Hockenheim bei meinem ersten DTM-Rennen für mich ziemlich aufregend wird.“ Der Franzose hat sich als Vorbereitung auf seine neue Aufgabe DTM-Rennen auf Video angeschaut. „Die DTM ist eine schwierige Disziplin“, sagt er. „Aber ich freue mich sehr darauf, denn zuletzt haben mir in der Formel 1 die direkten Duelle gefehlt, das war langweilig. Ich will um Siege mitfahren – aber das wird schwierig.“

Hochmotiviert ist Opel-Pilot Joachim Winkelhock, der bei den Tests in Oschersleben die Tagesbestzeit um den Hauch von 0,011 Sekunden verpasst hatte. „Es gibt nichts Schöneres, als vor so großer Kulisse zu fahren wie bei der DTM – und natürlich freue ich mich besonders auf mein Heimspiel in Hockenheim.“

Opel-Sportchef Volker Strycek benennt als Ziel: „Wir wollen in diesem Jahr wieder vorne mitmischen und auf gleichem Niveau mit Audi und Mercedes um die Platzierungen kämpfen.“ Timo Scheider, mit 23 Jahren der Jüngste im Opel-Fahrerkader, sagte: „Ich fühle mich im neuen Opel Astra V8 Coupé sehr wohl. Wir haben eine starke Mannschaft mit vielen guten Technikern, und die Tests haben gezeigt, dass sie gute Arbeit geleistet haben.“

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