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Ein Wochenende in der Zukunft

Beim Qualifying in Anderstorp bleibt die Revolution aber noch aus, Tiago Monteiro steht auf Pole. Siedler bei der Formel Masters glücklos.

Und auf einmal sind sie da: Volvo gastiert mit zwei Ethanol-betriebenen S60 beim „Heimspiel“ der WTCC in Anderstorp, Seat zaubert nach Monaten Entwicklungsarbeit im stillen Kämmerlein zwei Léon Sport mit TDI-Motor herbei. So wird die Tourenwagen-WM ab 2009 aussehen. Aber die Benziner sind noch lange nicht am Ende.

Starker Regen gab am Samstag Vormittag eine Kostprobe auf das Wetter, das man an diesem Wochgenende zu gewärtigen haben wird. Michel Jourdain jr. lernte die schwedische Natur von ihrer harten Seite kennen, er segelte in einen Baum. Muller und Gené mit den spanischen Selbstzündern markierten im freien Training die 11. bzw. 13. Laufzeit, dazwischen Lokalmatador Robert Dahlgren (Bild) im Ethanol-Volvo. Auf halbwegs trockener Bahn war dann Dahlgren in der zweiten freien Session sogar auf Platz 3, Gené auf Platz 4!

Monteiro auf Pole

Das Qualifying war wieder verregnet, und erstmals markierte Tiago Monteiro die schnellste Zeit; der portugiesische Formel-1-Aussteiger wird mit seinem Seat Léon das Feld in das erste der beiden WM-Rennen führen. Neben ihm in Reihe 1 Nicola Larini im Chevy, dahinter dessen Kollege Rob Huff und als schnellster Schwede Ekblom im BMW; Position 6 (Gené) und 14 (Muller) für die Diesel, Startplatz 13 für Dahlgren im E85-Volvo.

Formel Master: Siedler unglücklich

Die Sintfluten des Vormittages hinterließen neben der Strecke ein blühendes Sumpfbiotop, ein einziger Fehler genügte für eine Schlammpackung und möglicherweise das Ende der Session. Das musste auch Norbert Siedler feststellen: Bei seinem dritten Rennen in der Formula Master, dem Lauf 9 der Saison, war er anfangs gut unterwegs; vom Startplatz 6 war er bereits eine Position aufgerückt und nahm die Leader ins Visier – dann setzte er ausgangs der letzten Kurve ein Rad neben die Strecke, und der fragile Monoposto verdaute den Ritt durch den Gatsch nicht: Ende der Vorstellung für den jungen Tiroler schon nach sieben Runden.

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