MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Klien findet BMW-Look sexy

Der BMW Sauber F1.08B-06 mit neuer Aerodynamik. Christian Klien im Übergangmodell mit KERS im Testbetrieb, ohne nennenswerte Probleme.

Das Übergangsmodell des BMW Sauber F1 Teams sorgte bei den Tests Barcelona für viel Staunen und gerümpfte Nasen. Mit dem gewaltigen Frontflügel nach 2009er Reglement und dem schmalen und hohen Gegenstück am Heck bescherte man der Öffentlichkeit einen - etwas seltsam anmutenden - Vorgeschmck auf die Formel 1 des kommenden Jahres. "Ich habe noch nie ein solch sexy Auto gesehen", scherzte Testpilot Christian Klien auf autosport.com angesichts der gewöhnungsbedürftigen Optik.

Ernsthaft und ehrlich erklärte der Österreicher weiter: "Das sieht natürlich alles sehr neu aus. Im Augenblick ist es für mich das hässlichste Formel-1-Auto aller Zeiten. Es passt irgendwie nicht zusammen. Aber wir werden uns daran gewöhnen und bis zum Saisonstart im März kommen noch viele Veränderungen."

Das Fahrzeug mit der internen Bezeichung BMW Sauber F1.08B-06, welches Klien am Montag in Barcelona fuhr, war nicht nur mit neuer Aerodynamik ausgestattet, sondern es war auch KERS an Bord. "Das Auto fährt sich aber gut. Die Rundenzeiten sind wirklich schon ansehnlich. Es werden über den Winter natürlich noch einige Verbesserungen kommen. Grundsätzlich gibt es weniger Abtrieb, aber die Slicks machen viel davon wieder wett."

"Vor allem in den langsamen Ecken hast du mit den Slicks viel Haftung. In den schnellen Kurven wird es aber etwas schwieriger. Das Hauptproblem am Montag waren die kühlen Temperaturen", erklärte Klien. Wie so oft in den vergangenen Monaten war die optimale Betriebstemperatur der Reifen ein Thema. "Dies sind die ersten Slicks. Ich weiß nicht, ob das noch Verbesserungen kommen, aber das Aufwärmen ist wirklich ein Problem, sogar bei sommerlichen Bedingungen."

Trotz aller Probleme mit den profillosen Gummis, fügte Klien hinzu: "Die Slicks sind der richtige Weg. Ein Rennwagen sieht mit Slicks einfach besser aus. Es ist überhaupt wichtig, dass sich ein Reglement nach einigen Jahren mal wieder ändert. Das gibt einigen Teams neue Chancen und außerdem wird das Tempo etwas gedrosselt. Ich gehe davon aus, dass wir etwa zwei Sekunden langsamer sein werden."


Die neuen Autos werden nicht nur optisch durch eine veränderte Aerodynamik ein neues Bild geben, sondern auch unter der Haube tut sich einiges. Beim Testbetrieb mit KERS tauchten diesmal keine nennenswerten Zwischenfälle auf. Bei der neuen Fahrzeuggeneration muss man die Gewichtsverteilung anpassen. "Ich glaube nicht, dass man mit den neuen Autos direkt hintereinander fahren kann", bremste die Klien die neue Überhol-Euphorie.

"Wir werden es in den ersten Rennen ja erleben. Ich glaube, dass es zunächst mal die Schwierigkeit geben wird, sich nicht gleich in der ersten Kurve den Frontflügel abzurasieren", erklärte der Österreicher die Sorgen mit dem breiten und tiefen Luftleitwerk an der Front der Fahrzeuge. Die neuen Flügel haben verstellbare Elemente, die der Pilot zwei Mal pro Runde bedienen darf. "Zuerst waren wir gar nicht sicher, ob wir durch die letzte Schikane fahren können, weil dort die Kerbs sehr hoch sind. Aber es war dann doch kein Problem."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1-Test Barcelona

Weitere Artikel:

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes

MotoGP-Sprint Silverstone 2026

Jorge Martin siegt - Marc Marquez Neunter

Drei Aprilia-Fahrer feiern im Sprint auf dem Podest: Martin gewinnt vor Ogura und Bezzecchi - Marc Marquez fällt mit Gripproblemen auf Platz neun zurück

Beim Finale in London sichert sich Pascal Wehrlein auf dramatische Weise seinen zweiten WM-Titel in der Formel E - Barnard letzter Rennsieger der Saison 2025/26

Radikale Briatore-Forderung

Briatore: Formel 1 braucht 24 Sprintrennen

Flavio Briatore schlägt der Formel 1 den Weg der MotoGP vor und fordert an jedem Wochenende einen Sprint - Warum der Italiener diesen Schritt gehen würde

Mitten in den Sommerferien wird die MJP-Arena erneut zum österreichischen Rallycross-Mekka. Mit gleich drei mitteleuropäischen Serien dürfte das Fahrerlager der Kultstrecke aus allen Nähten platzen. Mittendrin: Die Lokalmatadore aus dem Waldviertel.

DTM Oschersleben – Hintergründe

Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Thomas Preining und Mirko Bortolotti schafften es diesmal ganz oben auf das Podium. Zu Beginn der entscheidenden Phase der Saison 2026 schafften die beiden Piloten damit den Anschluss in der aktuellen Meisterschaftswertung an die Spitzengruppe.