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LMS/ILMC: 1000 km Spa

Premiere für Lotus Jetalliance

Heißes Wochenende in Spa: Erster Einsatz als Werksteam unter neuem Namen. Erster Einsatz des Lotus Evora GT2. Debüt in der ILMC.

Foto: JAR

Am Wochenende geht es endlich los! Das in Niederösterreich beheimatete Team Jetalliance Racing feiert in Belgien gleich einige Premieren: Erstmals tritt man als „Lotus Jetalliance“ – und damit als weltweit einziges Werksteam der britischen Traditionsmarke in der GT-Klasse auf, erstmals werden zwei neue Lotus Evora GT2 eingesetzt, und erstmals ist man bei einem Rennen des Intercontinental Le Mans Cup, kurz ILMC, am Start!

Und Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer schwärmt: „Das professionellste Projekt, das wir bisher im Motorsport übernommen haben.“

Die „1000km von Spa“ sind der zweite von insgesamt sieben Läufen der ILMC und ein Rennen mit viel Tradition und Speed.

Weiter geht’s dann mit noch mehr Tradition bei den 24-Stunden von Le Mans – und das soll auch der absolute Saison-Höhepunkt von Lotus Jetalliance werden.

Der offizielle Testtag in Frankreich vor zwei Wochen war zugleich auch das Rollout der beiden Lotus Evora GT2. Auch Lichtner-Hoyer drehte dabei einige Runden: „Technologisch und optisch ein Hammer. Lotus hat da einen Superjob gemacht. Der Testtag war sehr positiv, wir sind mit beiden Boliden gefahren, die Autos liegen perfekt.

Letztendlich haben uns auf die Spitze knapp neun Sekunden getrennt. Das ist auf dem 13 km langen Hochgeschwindigkeitskurs von Le Mans nicht viel – zumal wir noch viel Luft nach oben haben und noch gar nicht am Set-Up arbeiten konnten. Das Auto hat Potential für ein Siegerauto. Alles nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass das die ersten Kilometer waren und das Auto vor drei Monaten noch am Reißbrett gezeichnet wurde.“

Sehr zufrieden zeigt sich auch Teammanager Jan Kalmar: „Der Testtag in Le Mans war weit erfreulicher, als wir alle erwarten durften. Schließlich waren es die ersten Kilometer dieser neuen Autos überhaupt. Das stimmt mich für die Zukunft unseres Projekts sehr zuversichtlich.“

NEU ist auch die Fahrerbesetzung: Johnny MOWLEM (GB), James ROSSITER (GB) und Jonathan HIRSCHI (SZ) pilotieren den Evora mit dem Profi-line-up, Martin RICH (GB) und Oskar SLINGERLAND (NL) sitzen am Evora mit dem Amateur-line-up!
Mowlem ist ein absoluter Spitzenmann, der sich in allen internationalen Serien etabliert hat, und vor allem große Erfahrung durch sein oftmaliges Antreten in Le Mans besitzt.

Sein britischer Landsmann Rossiter wiederum gewann unter anderem die britische Formel Renault-Meisterschaft und war 2008 Testpilot in der Formel 1 bei Super Aguri. Und auch der junge Schweizer Hirschi konnte letzte Saison - in seinem ersten Jahr in der FIA GT Weltmeisterschaft - auf Anhieb seine Schnelligkeit unter Beweis stellen.

Während diese drei Piloten neu im Team sind, haben die beiden Amateure schon Vergangenheit in der Jetalliance Racing. So konnten mit Rich im letzten Jahr unter anderem der zweite Gesamtrang bei den 24-Stunden von Silverstone und einige Podiumsplätze in der Französischen Langstreckenmeisterschaft VdeV eingefahren werden.

„Wir sind punkto Fahrerbesetzung unserer Linie treu geblieben. Heißt, wir haben einen guten Mix aus Profis und Amateuren. Von unseren neuen Fahrern verspreche ich mir sehr viel“, sagt Lukas Lichtner-Hoyer, der sich entschlossen hat, vorerst nicht aktiv zu sein: Das Fluggeschäft befindet sich nach zwei Jahren Krise wieder im Aufwind, da wird er als CEO in der Jetalliance dringend gebraucht.

Und die Ziele für das Premieren-Rennen am Wochenende? „Wir stehen mit dem Projekt ganz am Anfang, haben noch viel Arbeit vor uns. Denn die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen, die Autos müssen für die Langstrecke standfest gemacht werden. Wir wollen von Rennen zu Rennen Schritte nach vor machen. Spa ist für uns eine erste Standortbestimmung“, sagt Lichtner-Hoyer.

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