MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallycross-ÖM: Sedlcany

Außer Spesen nichts gewesen

Die ÖM- und Trophy-Führung wollte Jürgen Weiß in Sedlcany unbedingt beibehalten, am Ende blieb nur eine Schlammschlacht und ein vorzeitiger Abbruch des Events.

Beim Rallycross im tschechischen Sedlcany kämpften rund 60 Teilnehmer aus vier Nationen um die Punkte in der Österreichischen Meisterschaft und der FIA Zonen Trophy Zentraleuropa.

Zusätzlich wurde auch noch Punkte für die tschechische und ungarische Meisterschaft vergeben, das sorgte für hochkarätige Besetzung.

Jürgen Weiß startet mit seinem Ford Focus T16 4x4 bei den Supercars und traf dort auf zwölf Gegner.

Er kam sowohl in der ÖM als auch in der FIA Zonen Trophy als Führender nach Sedlcany und wollte seine Position unbedingt verteidigen. Die Voraussetzungen waren anfangs recht gut.

Heftiger Dauerregen hatte den Talkessel von Sedlcany in eine Schlammwüste verwandelt. Im Team von Jürgen Weiß wurden sofort die richtigen Maßnahmen ergriffen: So weit wie möglich mit der Motorleistung runter und die Regenreifen montiert.

Das funktionierte recht gut, Jürgen Weiß markierte im freien Training die zweite Zeit hinter dem Ungarn Zoltan Harsanyi (Mitsubishi Evo 5). In derselben Reihenfolge sortierten sich die Piloten auch im Zeittraining ein. Nach den Trainingsläufen reagierte die Rennleitung erstmals auf die Bedingungen.

Die unbefahrbare Joker Lap wurde gestrichen und die Rundenanzahl der Vorläufe um jeweils eine Runde gekürzt. Manche Streckenabschnitte waren inzwischen so tief, dass die Allradler kaum weiterkamen und die zweiradgetriebenen Fahrzeuge fast stecken blieben.

Noch während die Supercars für den ersten Vorlauf an der Startlinie Aufstellung nahmen machte das Gerücht eines vorzeitigen Abbruchs die Runde. Trotzdem wurde noch gestartet und Jürgen Weiß gewann seinen Vorlauf souverän.

In der zweiten Partie war Zoltan Harsanyi wieder einen Hauch schneller und holte sich somit die erste Vorlaufbestzeit. Unter den 13 Teilnehmern reihte sich Jürgen Weiß wieder an der zweiten Stelle ein und eigentlich lief alles planmäßig für den Niederösterreicher.

Kurz darauf wurde das Gerücht Wahrheit und die Veranstaltung abgebrochen. Ob es für die Meisterschaften Punkte geben wird ist eher fraglich, denn mit nur einem Vorlauf wird die zurückgelegte Distanz für eine Wertung wahrscheinlich nicht reichen. Die Entscheidung liegt aber bei der OSK (österreichische Motorsportbehörde).

Aber egal ob die Veranstaltung mit nur einem Vorlauf gewertet wird oder nicht. Jürgen Weiß bleibt sowohl in der ÖM als auch in der FIA Zonen Trophy an der Spitze. In der FIA Zone steht nur noch ein Lauf am Programm, der findet am 8./9. Oktober auf dem Nordring in Fuglau statt.

In der ÖM gibt es davor noch eine Veranstaltung in Ungarn Ende September zu absolvieren.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallycross-ÖM: Sedlcany

Weitere Artikel:

GP von Aserbaidschan: Qualifying

Nach Antonelli-Crash: Russell holt Baku-Pole

Während Max Verstappen und Kimi Antonelli auslassen, nutzt George Russell im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2026 die Gunst der Stunde

Ford wird 2027 mit einem LMDh-Boliden in der Langstrecken-WM antreten, nicht in der amerikanischen IMSA-Serie: Ford-Sportchef Mark Rushbrook erklärt die Gründe

Zu wenig Action in Madrid

Madring soll für 2027 geändert werden

Der Madring steht nach seinem Formel-1-Debüt vor möglichen Änderungen: Die FIA hat den Veranstaltern bereits konkrete Empfehlungen gegeben

Brisante Trennungsgerüchte

WEC ohne die 24h Le Mans?

Droht der Langstrecken-WM 2027 eine Trennung von ihrem Promoter? Die FIA reagiert auf den Bericht und erklärt, wie es mit dem ACO weitergeht

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs