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GP-2 Bahrain

Binder ist mit sich selbst zufrieden

Rene Binder im Interview über die umstrittene Durchfahrtsstrafe beim GP2-Rennen, die ihm aus den Punkterängen warf und seine bisherige Leistung.

In Malaysia gelang Rene Binder im zweiten Rennen der Sprung in die Punkte, in Bahrain wurde er durch eine umstrittene Durchfahrtsstrafe gehandicapt, und musste den Wüstenstaat ohne Zähler wieder verlassen. Trotzdem zeigt er sich mit seiner Leistung am Ende zufrieden. Warum der Lazarus-Pilot nicht mit der Bestrafung einverstanden ist, was im Normalfall herausgesprungen wäre und wie er das Wochenende sonst so erlebt hat, das erzählt er im Interview mit Motorsport-Total

Nach deinem ersten Punkt in Malaysia lief es in Bahrain nicht ganz so gut. Wie siehst du dein Wochenende?
Das Wochenende war eher durchwachsen. Das Einstellen auf die Strecke war für mich vom Freien Training an schwieriger. Das Qualifying habe ich dann nicht ganz auf den Punkt gebracht, sonst wäre eine Top-10-Platzierung drin gewesen. Das erste Rennen - und besonders der Start - ist super verlaufen. Dann kam die Durchfahrtsstrafe, die sehr diskussionswürdig war. Es war eigentlich ein sehr harmloses Manöver mit Mitch Evans.

Beschreibe die Situation mal aus deiner Sicht.
Evans hat sich vor Kurve vier außen danebengebremst und war während der gesamten Kurve eigentlich nie vor mir. Ich habe nur seinen Frontflügel auf der Höhe meines Hinterreifens gehabt. Am Ausgang der Kurve bin ich dann bis zum Curb nach außen gekommen und Evans hat sich hinter mir wieder eingereiht. Es ist nichts passiert, es gab keine Berührung. Trotzdem habe ich dafür dann die Durchfahrtsstrafe kassiert, weil ich ihm keinen Platz gelassen habe. Das gleiche Manöver ist am Sonntag bei der Formel 1 an der Stelle drei- oder viermal vorgekommen. Da ist nichts passiert.

Fühlt man sich dann benachteiligt, wenn die gleiche Aktion in der Formel 1 durchgewunken wird?
Es kann nicht sein, dass man für so ein Manöver eine Durchfahrtsstrafe kassiert. Aber es ist so. Am Ende fragt niemand mehr danach. Dann braucht man sich auch nicht mehr zu beschweren, dann ist es zu spät.

Wie hakt man so ein Wochenende dann ab?
Ich muss sagen, die Rundenzeiten im Rennen waren zweimal sehr gut. Der Speed war da. Im ersten Rennen wäre ohne die Durchfahrtsstrafe Platz elf drin gewesen - locker. Im zweiten Rennen verlief der Start nicht optimal. Ein Auto (Rio Haryanto; Anm. d. Red.) ist auf das Auto von Marcus Ericsson aufgefahren. Ich musste in der ersten Kurve ausweichen und habe mir dann meinen Frontflügel beschädigt. Es hat sich alles vor dem Knick in Kurve zwei aufgestaut und ich bin Leal, glaube ich, hinten reingefahren. Dadurch bin ich an die Box gefahren und habe mir einen neuen Frontflügel geholt.

Bahrain war neu für dich und du hast gemeint, du kamst nicht sonderlich gut zurecht. Lag es an der Strecke?
Auf Anhieb bin ich nicht gut zurechtgekommen. Im Rennen habe ich mich mit mehr Runden immer wohler gefühlt. Ich habe das Gefühl gehabt, wenn wir nach dem Rennen nochmal ein Qualifying gefahren wären, dann hätte es anders ausgesehen.

Mit den ersten beiden Gradmessern im Gepäck: Wo siehst du dich am Ende?
Das Saisonziel ist immer gleich: konstant in die Punkte fahren. Das wäre in Bahrain möglich gewesen. Wenn man im ersten Rennen auf Platz elf ins Ziel kommt, dann sieht es im zweiten Rennen wieder anders aus. Von Platz elf kann man immer locker in die Punkte fahren, das hat Daniel Abt gezeigt. Das wäre für uns auch drin gewesen. Ich bin jetzt nicht wirklich negativ nach Hause gefahren.

In Barcelona beginnt die Europa-Saison. Wird es da besser?
Richtig, die Europa-Saison startet in Barcelona - dort waren auch die Testfahrten. Das heißt, dass alle Piloten auf die Strecke vorbereitet sind. Deswegen glaube ich, dass es im Qualifying bedeutend enger zugeht als in Bahrain.

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