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Motorsport: News

Alles neu nach Austin

Sowohl in der LMP1-H, als auch in der LMP-L gelten ab dem anstehenden Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Austin neue Vorgaben.

Die Langstrecken-Kommission der FIA hat im Nachgang zu den 24 Stunden von Le Mans geringfügige Veränderungen am Effizienzreglement der LMP1-Boliden bekanntgegeben. In der LMP1-H, wo Audi, Toyota und Porsche aufeinandertreffen, wurden für die dieselgetriebenen Fahrzeuge neue Rahmenbedingungen festgelegt. Diese gelten ab dem anstehenden WEC-Rennen in Austin (20. September) und betreffen derzeit nur Audi, da Toyota und Porsche bekanntlich auf Benziner setzen.

So wird Audi ab dem Austin-Wochenende eine um ein Prozent höhere Durchflussmenge zugestanden. Der Durchflussmengenbegrenzer (Fuel-Flow-Meter) wurde so angepasst, dass nun auf eine Stunde gerechnet 0,8 Kilogramm Diesel mehr fließen. Zudem wurde die Tankgröße um 0,1 Liter erhöht.

Somit wird der Audi R18 e-tron quattro ab dem WEC-Gastspiel auf dem Circuit of The Americas unter leicht abweichenden Rahmenbedingungen im Vergleich zum Toyota TS040 und zum Porsche 919 hybrid antreten. Der LMP1-Bolide der Ingolstädter ist in Bezug auf die Energierückgewinnung in der 2MJ-Klasse, die Konkurrenz von Toyota und Porsche in der 6MJ-Klasse gemeldet. Die in dieser Woche verabschiedeten Vorgaben sollen bis zu den 24 Stunden von Le Mans 2015 gelten.

Was den Hybridantrieb betrifft, plant man im Lager von Audi auch für die kommende Saison keine tiefgreifenden konzeptionellen Änderungen. "Wir müssen konkurrenzfähiger werden, aber gleichzeitig zuverlässig sein. Es wird keine großen konzeptionellen Schritte geben", bemerkt Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich gegenüber unseren Kollegen von 'Autosport' und deutet damit an, auch weiterhin an einem einzigen Hybridsystem festzuhalten.

Bezüglich der Rekuperation könnte es bei Audi für die kommende Saison dennoch eine Veränderung geben. "Wir streben etwas mehr Hybridleistung an und haben bereits Ideen gesammelt, was sich auf Basis des aktuellen Autos machen lässt", stellt Ullrich für die WEC-Saison 2015 einen möglichen Wechsel in die 4MJ-Klasse in Aussicht.

Derweil hat die Langstrecken-Kommission nicht nur am Effizienzreglement der LMP-H, sondern auch dem der LMP1-L (wo Rebellion ab Austin Konkurrenz in Form von Lotus bekommt) Hand angelegt. Dort beträgt das Mindestgewicht der Fahrzeuge nun 800 Kilogramm. Zudem dürfen ab sofort 15 Prozent mehr Benzin verbraucht werden. Gleichzeitig wurde die maximal erlaubte Benzindurchflussmenge von 100,9 auf 104,9 Kilogramm pro Stunde heraufgesetzt und der Tank auf 73,5 Liter vergrößert.

Bei der diesjährigen Auflage der 24 Stunden von Le Mans waren die R-One von Rebellion noch mit einem Mindestgewicht von 810 Kilogramm und einem 72-Liter-Tank unterwegs. Allerdings gelten die neuen Vorgaben in der LMP1-L vorerst nur für die 6 Stunden von Austin und nicht wie im Falle der LMP1-H bis zu den 24 Stunden von Le Mans 2015.

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