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WEC: News

„Neue Regeln erfordern eine andere Herangehensweise“

Das neue Reglement der Langstrecken-Weltmeisterschaft findet viel Zuspruch, doch Alex Wurz wäre die „Old-School-Variante“ lieber.

Die LMP1-Autos des Jahrgangs 2014 sind nahezu kompromisslos auf Effizienz ausgelegt. Der Verbrennungsmotor darf nur wenig Treibstoff verbrauchen, die Hybridsysteme sollen möglichst viel zusätzlichen Schub bieten, die Autos müssen windschlüpfrig sein und nicht zuletzt müssen die Piloten vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen. "Es ist immer ein Kompromiss zwischen Tempo und Verbrauch", sagt Toyota-Pilot Sebastien Buemi.

Stell dir vor, du hast 1.000 PS Leistung, darfst sie aber fast nie nutzen - genau das ist im Falle von Toyota in der WEC 2014 der Fall. "Ganz ehrlich: Ich mag diese neuen Regeln mit schmalen Reifen, weniger Motorleistung und Verbrauchseffizienz nicht so gern", sagt Alexander Wurz. "Ich weiß, dass man sich zeitgemäß entwickeln muss, aber ich als Rennfahrer hätte am liebsten breite Reifen und maximale Power. In der modernen Welt ist es halt so, dass man solche Entwicklungen mitgehen und jede Runde Sprit sparen muss. Es wird eine neue Herausforderung für uns Fahrer."

"Der Verbrauch ist wichtig, wir müssen ihn Runde für Runde im Auge behalten. Auch mit dem Vorgänger mussten wir manchmal Benzin sparen, aber es ist kein Vergleich", erklärt Teamkollege Stephane Sarrazin. "Man muss halt anders fahren. Wir wollen immer eine gute Rundenzeit erzielen, müssen dabei aber jederzeit ein Auge auf den Verbrauch halten", meint Kazuki Nakajima. Toyota-Kollege Nicolas Lapierre sieht es pragmatisch: "Neue Regeln erfordern eben eine andere Herangehensweise."

Im Gegensatz zu Audi, wo im Notfall gegen Ende einer Runde die Elektronik dafür sorgt, dass ein Fahrzeug nicht aus dem Fenster für den maximalen Verbrauch pro Umlauf fällt, geht es bei Toyota nur über Hand- beziehungsweise Fußarbeit. "Bei uns steuert das der Fahrer ganz allein", sagt TMG-Entwicklungsleiter John Litjens. "Der Pilot kann anhand von Balken im Cockpit genau erkennen, wie nahe er dem Optimum ist. Verbraucht er mal in einer Runde zu viel, dann muss er es in den zwei Folgerunden wieder ausgleichen."

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