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Formel 1: News

„Frankreich ist weg und in Deutschland sieht es nicht gut aus“

Bernie Ecclestone sieht die Wirtschaftsmacht Europa auf dem absteigenden Ast und spricht schon von der "Dritten Welt" - Die Formel 1 rückt ebenfalls aus Europa ab.

Europa ist out! Die Formel 1 zieht sich immer weiter aus dem einstigen Kerngebiet der Königsklasse zurück. Fanden 1999 noch elf von 16 Rennen in Europa statt, so sind es in dieser Saison lediglich acht von 19 - wenn man Russland mal ausklammert. Stattdessen hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone die Königsklasse in andere Länder gebracht, die viel mehr für ein Event solchen Ausmaßes zahlen wollen.

Geld sieht Ecclestone von den Betreibern in Europa hingegen kaum. Überraschen tut es den 84-Jährigen aber überhaupt nicht. Er sieht die europäische Wirtschaft am Ende: "Langsam aber sicher tritt das ein, was ich über Europa vorhergesagt habe. Vor zehn Jahren habe ich gesagt, dass es bald zu einer Dritten-Welt-Wirtschaft werden würde", erklärt der Formel-1-Boss gegenüber The Daily Telegraph.

"Europa wurde auf Deutschland und Frankreich aufgebaut. Damit hat alles angefangen", so der Brite weiter. "Doch Frankreich ist weg und auch in Deutschland sieht es nicht gut aus. Selbst mit meiner Hilfe stecken sie immer noch in Problemen", sagt er und spielt damit auf seine Zahlung von 100 Millionen Dollar vor dem Münchener Landgericht vor einigen Monaten an.

Zwar ist die Formel 1 noch in London beheimatet, doch Ecclestone zieht die Rennen systematisch aus Europa ab. Seit 2007 findet nur noch ein Rennen pro Jahr in Deutschland statt, ein Jahr später verlor Frankreich seinen Grand Prix komplett und fand bislang nicht zurück in den Kalender. Auch Austragungsorte wie Imola, Jerez, Estoril oder Valencia sind in den vergangenen Jahren aus dem Kalender verschwunden und im Gegensatz zu Spielberg nicht wieder aufgetaucht.

Stattdessen verlagerte Ecclestone die Formel 1 vor allem in Richtung des asiatischen Raumes. Seit 1999 fanden mit Malaysia, Bahrain, China, Türkei, Singapur, Abu Dhabi, Indien, Südkorea nicht weniger als acht neue Strecken auf asiatischem Boden den Weg in den Kalender - wenn auch teilweise nur kurzfristig. 2016 steht mit Aserbaidschan der nächste asiatische Grand Prix auf dem Programm - auch wenn dieser ironischerweise den Titel "Großer Preis von Europa" tragen soll.

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