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Formel-1-Testfahrten Silverstone

Skurrile Messanbauten

Felipe Massa (Williams) markiert am ersten Tag des Silverstone-Tests die Bestzeit, Jules Bianchi (Marussia) dreht die meisten Runden.

Nur zwei Tage nach dem Grand Prix von Großbritannien wurde der Silverstone Circuit von den elf Formel-1-Teams erneut unter die Räder genommen. Der erste von zwei Tagen des dritten In-Season-Tests stand an. Red Bull, Mercedes, Lotus, Williams, Force India, Toro Rosso, Sauber und Marussia vertrauten am Dienstag auf einen ihrer Stammfahrer. Bei Ferrari, McLaren und Caterham griffen jeweils Testfahrer ins Lenkrad.

Im Vordergrund stand neben dem Abspulen von Testrunden für Reifenlieferant Pirelli die Evaluierung von Setups in Vorbereitung auf die beiden noch in diesem Monat anstehenden Rennen in Hockenheim (20. Juli) und Budapest (27. Juli). Zu diesem Zweck setzte der Großteil der Teams wieder auf teilweise skurril anmutende Messinstrumente an den Boliden.

Das Wetter präsentierte sich am ersten der beiden Testtage Silverstone-untypisch trocken. Die Temperaturen lagen im Bereich von 18 Grad Celsius (Luft) beziehungsweise 30 Grad Celsius (Asphalt). Die Tagesbestzeit markierte schließlich Felipe Massa (Williams) mit 1:35.242 Minuten. Mit gerade einmal 42 zurückgelegten Runden war es kein übermäßig anstrengender Testtag für Massa. Auf seiner schnellsten Runde blieb der Brasilianer mehr als sieben Zehntelsekunden über der schnellsten Runde des vergangenen Wochenendes (Lewis Hamilton im zweiten Freien Training mit 1:34.508 Minuten).

Ricciardo und Sutil mit Schlussattacke

Erster Verfolger von Massa in der Zeitenliste nach acht Stunden Testarbeit war Daniel Ricciardo. Der Red-Bull-Racing-Pilot kam in den Schlussminuten bis auf 0,006 Sekunden an die Massa-Zeit heran, nachdem er zuvor lange außerhalb der Top 5 der Zeitenliste zu finden war. Der Australier testete im Verlauf von 72 Runden unter anderem einen neuen Frontflügel. Am Mittwoch wird Weltmeister Sebastian Vettel im Auto sitzen.

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (Mercedes) schloss den Tag mit einem Rückstand von 0,331 Sekunden auf Platz drei ab. Im Lager der Silberpfeile testete man unter anderem eine neue Version des sogenannten Monkey-Seats, des Zusatzflügels unmittelbar über dem Auspuffendrohr. Rosberg spulte 85 Runden ab.

Auf Rang vier reihte sich überraschend Adrian Sutil ein. Der Sauber-Pilot legte in den Schlussminuten eine Zeit von 1:35.674 Minuten hin. Damit fehlten ihm nur 0,432 Sekunden auf die Tagesbestzeit. Jules Bianchi (Marussia; +0,906 Sekunden) wurde lange auf Rang drei geführt, bis er kurz vor Schluss von Ricciardo und Sutil noch übertrumpft wurde. Der Franzose war mit 108 zurückgelegten Runden mit Abstand der fleißigste Fahrer des ersten Testtages.

Vergne sorgt für mehrere Rote Flaggen

McLaren war eines von drei Teams, das am Dienstag nicht auf einen seiner Stammfahrer vertraute. Testfahrer Stoffel Vandoorne begann zunächst mit Aerodynamik-Tests bei konstanter Geschwindigkeit. Am späten Nachmittag drehte der junge Belgier eine persönliche Bestzeit von 1:36.462 Minuten - Platz sechs.

Bei Toro Rosso lief nicht alles nach Plan. Jean-Eric Vergne sorgte gleich mehrfach für kurze Unterbrechungen mit der Roten Flagge. Unterm Strich reihte sich der Franzose nach lediglich 28 zurückgelegten Umläufen auf Platz acht hinter Sergio Perez (Force India) und vor Pastor Maldonado (Lotus) ein.

Für Ferrari hätte am Dienstag eigentlich Kimi Räikkönen fahren sollen. Nach seinem heftigen Abflug in der ersten Rennrunde am Sonntag wird der "Iceman" aber noch geschont. Er wird im ersten Freien Training zum Großen Preis von Deutschland in Hockenheim wieder in den F14 T klettern.

De la Rosa statt Räikkönen im Ferrari

So übernahm Ferrari-Entwicklungsfahrer Pedro de la Rosa (10.; +2,746) die Testarbeit. Am Mittwoch wird Bianchi im Auto sitzen. Seinen Marussia übergibt er dann an Max Chilton. Derweil befindet sich Ferrari-Stammfahrer Fernando Alonso schon wieder in Maranello und dreht Silverstone-Runden im Simulator. In den kommenden Tagen will das Team die realen Daten mit den virtuellen abgleichen.

Für Caterham, das dritte Team ohne Stammfahrer am ersten Testtag, saß Will Stevens im Cockpit. Das Hauptaufgabengebiet des 23-jährigen Briten ist die Formel Renault 3.5 (Renault-World-Series). Mit mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Massa war Stevens im Tagesklassement das Schlusslicht. Am Mittwoch kommen für die "Grünen" Julian Leal und Rio Haryanto zum Einsatz.

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