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WTCC: Salzburgring

Start/Ziel-Sieg für Muller

Citroen-Werkspilot Yvan Muller feiert im ersten Lauf einen klaren Start/Ziel-Sieg, dahinter landen Coronel, Lopez (nach Fehler) und Loeb.

Pole-Position und Sieg: Yvan Muller (Citroen) hat das erste WTCC-Rennen in Salzburg souverän für sich entschieden. Der Rekordchampion setzte seinen von Gianni Morbidelli (Münnich-Chevrolet) geerbten ersten Startplatz mit einem deutlichen Manöver gegen Sebastien Loeb (Citroen) gleich in die frühe Führung um und trat danach die Flucht nach vorn an. Seine Rivalen konnten ihn nicht gefährden

15 Rennrunden danach wurde Muller bereits zum dritten Mal in dieser Saison als Sieger abgewinkt, übrigens zum 40. Mal in seiner WTCC-Karriere. Für Citroen war es der siebte Sieg im achten Rennen. Und für Muller ein ganz wichtiger Erfolg, um in der Gesamtwertung nicht noch weiter zurückzufallen. "Es war ein perfektes Rennen", sagt er. "Ich blieb einfach konzentriert. Und mein Auto wurde immer besser."

Die entscheidende Szene aus der Sicht von Muller ("Das habe ich nicht mal gesehen") ereignete sich in der achten Runde, als WM-Spitzenreiter Jose-Maria Lopez (Citroen) auf der Verfolgung von Muller ein Fehler unterlief. Lopez musste in der ersten Schikane durch den Notausgang, verlor dabei etliche Sekunden und fiel hinter Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) zurück, der das Rennen als Zweiter beendete.

Coronel profitiert vom Citroen-Duell

Wie war es so weit gekommen? Coronel nutzte den Citroen-internen Kampf bei der Anfahrt zur ersten Kurve und manövrierte sich gleich in der Schikane an Loeb vorbei. Dabei geriet Loeb leicht über den Randstein hinaus und auch Lopez zog an ihm vorbei. Auf der Gegengeraden schnappte sich Lopez dann auch Coronel als gäbe es nichts Einfacheres. Und so begann die Jagd auf Spitzenreiter Muller.

Bis zu seinem Fehler in Runde acht schien Lopez durchaus in Schlagdistanz zu liegen, hatte aber keine echte Überholchance. Als er schließlich hinter Coronel zurückgefallen war, wurde es enger: Coronel verteidigte sich aber geschickt und wehrte sämtliche Versuche ab. Dabei kam es auf der Anfahrt zu Kurve zehn zwar öfter zu stehenden Rädern, doch Coronel und Lopez hielten sich schadlos.

Das galt übrigens auch für die weiteren Fahrer im Feld, denn allzu viele Überholmanöver gab es nicht. Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) mühte sich redlich, fand im gesamten Rennen aber keinen Weg vorbei an Tiago Monteiro (Honda), der direkt vor ihm und hinter Muller, Coronel, Lopez und Loeb als Fünfter über die Linie kam. Mehdi Bennani (Proteam-Honda) und Gabriele Tarquini (Honda) komplettierten die Top 8.

Ebenfalls WM-Punkte gab's im ersten Rennen für Norbert Michelisz (Zengö-Honda) und Morbidelli, der gleich am Start einige Positionen verloren hatte. Rene Münnich (Münnich-Chevrolet) blieb als Elfter ohne Punkte, sein deutscher Landsmann Franz Engstler (Engstler-BMW) sicherte sich wieder einmal den Sieg in der TC2-Kategorie vor John Filippi (Campos-SEAT) und Pasquale di Sabatino (Engstler-BMW).

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