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DTM: News

BMW darf Zugeständnisse behalten

Der momentane DTM-Spitzenreiter BMW wird nicht wieder eingebremst – Einen Antrag auf die Rücknahme der Zugeständnisse lehnte der DMSB ab.

Gute Nachrichten für alle BMW-Fans: Die Münchener dürfen auch in der zweiten Hälfte der DTM-Saison 2016 weiterhin auf die Zugeständnisse zurückgreifen, die sie vor der Saison erhalten haben. Nachdem der M4 DTM im vergangenen Jahr deutlich hinter den Boliden von Audi und Mercedes zurücklag, durfte BMW mit einem Gewichtsvorteil von 7,5 Kilogramm in die Saison 2016 starten. Außerdem darf man in diesem Jahr einen Heckflügel verwenden, der 50 Millimeter breiter ist als der der Konkurrenten.

Dass BMW nach der ersten Saisonhälfte nun alle drei Wertungen anführt, dürfte daher allen Anhängern von Audi und Mercedes gar nicht schmecken. Auch die Hersteller selbst kamen wohl zu dem Schluss, dass BMW die Zugeständnisse eigentlich gar nicht mehr nötig hat. So stellte man bereits vor den beiden Rennen in Zandvoort den Antrag, BMW einen Teil der Zugeständnisse - nämlich den Gewichtsvorteil - wieder wegzunehmen.

Der Antrag, an dem auch BMW selbst beteiligt war, wurde vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) allerdings abgelehnt. Gegenüber der dpa teilt man mit: "Nach sorgfältiger Analyse des vorliegenden Datenmaterials, basierend auf den Faktoren 'theoretische Rundenzeiten', 'Topspeed' und 'Gewichtssensitivität', kommt der DMSB zu dem Ergebnis, dass kein signifikantes Ungleichgewicht in der Performance der DTM-Fahrzeuge festzustellen ist."

"Es gibt daher derzeit keine Veranlassung, in den Verlauf der Meisterschaft einzugreifen", heißt es weiter. Vor der Saison hatten sich alle drei Hersteller auf die Zugeständnisse geeinigt, allerdings kam schon damals die Frage auf, wie man auf eine mögliche BMW-Dominanz reagieren würde. Nun dominieren die Münchener die Meisterschaft zwar nicht, doch die Führung in allen Wertungen sorgt trotzdem für Diskussionen.

Fakt ist allerdings auch, dass BMW in diesem Jahr - trotz der Zugeständnisse - keinesfalls das beste Auto im Feld hat. So konnten die Münchener in diesem Jahr erst zwei Rennen gewinnen, während Mercedes bereits dreimal und Audi sogar schon fünfmal triumphierte. Die Führung in der Meisterschaft ist daher vor allem auf die Konstanz der Münchener zurückzuführen, während Audi und Mercedes häufig zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen.

Trotzdem sind die beiden konkurrierenden Hersteller natürlich nicht glücklich. So heißt es von Audi beispielsweise, dass es "nicht nachvollziehbar" sei, dass BMW weiterhin bevorzugt behandelt werde. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt erklärt derweil, dass man "im Sinne des Sports" bereit gewesen wäre, auf einen Teil der Zugeständnisse zu verzichten. Solange der DMSB allerdings nicht mitspielt, wird die aktuelle Saison unter den aktuellen Bedingungen zu Ende gefahren.

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