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DTM: News

Mehr Überholmanöver dank „mächtigerem“ DRS?

Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz spricht dem DRS-System in der kommenden DTM-Saison mehr Bedeutung zu – Auch Performance-Gewichte werden überarbeitet.

Überholen gehört zum Motorsport ebenso dazu wie Tore zum Fußball. Die meisten Fans wollen möglichst viele Überholmanöver in einem Rennen sehen - erneut eine Analogie zu Toren im Fußball. Ein entscheidender Unterschied besteht allerdings darin, dass es im Motorsport heutzutage viele "künstliche" Überholmanöver gibt. Gemeint ist das sogenannte Drag Reduction System (DRS), das in der Formel 1 bereits seit der Saison 2011 eingesetzt wird. In der DTM wird die Überholhilfe seit 2013 genutzt.

Fakt ist, dass das DRS die Motorsportfans in zwei Lager teilt. Die eine Hälfte findet das System gut, weil es mehr Überholmanöver ermöglicht. Die andere Hälfte sieht in der künstlichen Hilfe einen Widerspruch zur DNA des Motorsports. Trotzdem gehört das System mittlerweile fest zur DTM - und könnte in diesem Jahr sogar noch etwas an Bedeutung gewinnen.

"Spannenderes Racing" dank DRS?

"Fakt ist, wir wollen gemeinsam mit den anderen Herstellern, mit der ITR und mit dem DMSB spannenderes Racing ermöglichen", erklärt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz und ergänzt: "Wir wissen alle, dass die DTM-Autos extrem dicht beisammen liegen. Auf dieser Basis ist das Überholen natürlich schwierig. Da sind wir momentan dabei uns zu überlegen, wie wir das DRS als mächtigeres Überholtool nutzen können."

In der Saison 2015 durfte das DRS von einem Fahrer dreimal pro Runde eingesetzt werden, falls der Abstand zum davor liegenden Auto zu Beginn der Runde weniger als eine Sekunde betrug. Laut Fritz ist man aktuell "ganz gut unterwegs", das System nochmals zu überarbeiten. Doch auch davon abgesehen soll sich 2016 in der DTM in Sachen Reglement noch einiges tun.

Ein großes Thema sind unter anderem die Performance-Gewichte. Eigentlich sind sich alle einig, dass das System in der Saison 2015 einen zu großen Einfluss hatte. "Ich glaube man kann so viel verraten, dass es nicht so sein wird wie im vergangenen Jahr. Definitiv nicht", erklärt Fritz und ergänzt: "Ich denke, dass wir da einen guten Plan ausgearbeitet haben, aber der ist noch nicht final."

Optionsreifen zunächst kein Thema

Mit einer Änderung würde man auch einem Wunsch vieler Fahrer nachkommen, die mit dem aktuellen System nicht glücklich sind. Anders sieht es bei den Reifen aus. Der Optionsreifen, den sich einige Piloten zurückwünschen, wird vorläufig kein Comeback feiern. "Ich denke, für 2017 könnte es Optionen geben. Aber für 2016 werden es die gleichen Einheitsreifen sein wie im vergangenen Jahr. Das ist der Prime-Reifen, der auch 2015 gefahren wurde", So Fritz.

Der Mercedes-Teamchef erklärt: "Wir fahren momentan mit Autos, die seit vorletztem Jahr homologiert sind. Von daher macht es an der Stelle wenig Sinn, den Reifen zu wechseln. Insbesondere nachdem wir sagen müssen, dass wir im vergangenen Jahr viel Kritik bekommen haben, weil diese zwei verschiedenen Reifenmischung Rennen produziert haben, die man besonders am Fernseher teilweise nicht mehr verstehen konnte."

"Der unterschiedliche Speed war zwar da, aber der Abbau der Reifen war nicht so da wie zum Beispiel in der Formel 1", erinnert Fritz und ergänzt: "Wir haben gemeinsam mit den anderen Herstellern gesagt: Bevor wir jetzt noch einmal in irgendeiner Form so eine kurzfristige Geschichte machen, lasst uns gemeinsam überlegen, wie der Reifen in Zukunft aussieht." Zunächst einmal erwartet die DTM aber wohl ein überarbeitetes DRS.

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