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FIA: Nationale Formel 3 nur "light"

Um ihrer EM das Alleinstellungsmerkmal zu erhalten, fordert die FIA, dass nationale Formel-3-Serien als "F3 light" firmieren müssen.

Die FIA möchte den Begriff "F3 light" für alle nationalen oder regionalen Formel-3-Klassen etablieren, die in der offiziellen Hierachie des Weltverbands dann zwischen Formel 4 und der F3-EM angesiedelt wären. Nachdem die traditionellen Formel-3-Serien in Deutschland und Großbritannien der Umstrukturierung der kleineren Formelsportklassen durch die FIA zum Opfer gefallen sind, wird nun versucht, eine Ebene unterhalb der Formel-3-EM zu schaffen.

Bei einem Treffen des FIA-Weltrates sollen entsprechende Pläne bereits akzeptiert worden sein, wie Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, mittlerweile Vorsitzender der Formelsportkommission der FIA, erklärte. Der Italiener sprach von der Bedeutung einer Rangstufe zwischen Formel-3-EM und Formel-4-Serien, weil viele Nachwuchspiloten schnell in die höhere Klasse aufsteigen wollen, was auch zu einem Engpass bei den verfügbaren EM-Cockpits führe.

"Es ist ein großer Sprung von einer Klasse mit 250 bis 300 Fahrern auf der ganzen Welt [eben die FIA Formel 4; Anm.] zu einer Formel-3-Europameisterschaft, die nur ein Zehntel dieser Zahl aufnehmen kann", sagte Domenicali gegenüber Autosport. "Dadurch riskiert man, dass viel Potenzial auf dem Weg nach oben verlorengeht, und wir möchten den Verlust jener verhindern, die vielleicht als Fahrer ein wenig später reifen oder nicht das Budget haben, um den sofortigen Aufstieg zu schaffen."

Ab 2017 könnte eine solche "Formel 3 light" Einzug in den Formelsport halten. Interesse aus Europa, vor allem aus Deutschland, Großbritannien und Italien, sowie aus Asien und Australien sei dafür schon reichlich vorhanden. Auch von der Leistung der Autos sowie dem nötigen Budget her möchte man dann zwischen den genannten Serien landen – die nationalen Boliden dürften also nicht mehr direkt auf dem Formel-3-Regelement basieren.

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