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Macao GP

Ticktum gewinnt dramatisches Rennen

Spektakuläre Formel-3-Schlacht in Macao: Daniel Ticktum gewinnt, nachdem Sette Camara und Habsburg im Kampf um die Führung in der letzten Kurve abfliegen.

Das Rennen um den Formel-3-Weltcup bot zum Abschluss des Macao-Grand-Prix noch einmal einen spektakulären und dramatischen Höhepunkt - und sah einen unerwarteten Sieger. Red-Bull-Junior Daniel Ticktum (Motopark) gewann das Rennen nach 15 Runden vor Lando Norris (Carlin) und Ralf Aron (Van Amersfoort), obwohl er erst wenig Meter vor der Ziellinie die Führung übernommen hatte. Denn lange sah es danach aus, als würden Sergio Sette Camara (Motopark) und Ferdinand Habsburg (Carlin) den Sieg unter sich ausmachen.

Der Brasilianer und der Österreicher hatten sich nach einer zerfahrenen Anfangsphase mit zwei Full-Course-Yellow- und einer Safety-Car-Phase in der zweiten Rennhalbzeit einen packenden Kampf geliefert. Nachdem Sette Camara zunächst klar in Führung gelegen hatte, schloß Habsburg zwei Runden vor Rennende zum Formel-2-Piloten auf. Einen ersten Angriff Habsburgs konnte Sette Camara in der vorletzten Runde vor der Lisboa-Kurve abwehren.

In der Schlussrunde saugte sich Habsburg auf der Start- und Zielgerade erneut an und scherte vor der schnellen Rechtskurve Mandarin aus. Nebeneinander fuhren beide Fahrer durch die schnellste Kurve des Kurses und behielten dabei ihre Autos unter Kontrolle, auch vor der Lisboa-Kurve verteidigte Sette Camara die Führung.

Habsburg und Sette Camara fliegen in der letzten Kurve ab

Doch Habsburg gab nicht auf, blieb am Führenden dran und setzte auf dem Weg zur letzten Kurve erneut zu einem Angriff an. Außen herum ging der Österreicher an Sette Camara vorbei, doch beide Fahrer fuhren zu schnell in die letzte Kurve und schlugen in die Reifenstapel ein. Während sich Habsburg noch mit abgeknicktem Vorderrad auf Rang vier ins Ziel schleppte, konnte Sette Camara nicht mehr weiterfahren.

So kam der 18-Jährige Ticktum überraschend zum Sieg in Macao und Norris und Aron zu unerwarteten Podiumsplatzierungen. "Es gibt keine Worte für das was ich empfinde. Das war unbeschreiblich", freut sich Ticktum. "Es werden zwar alle sagen, dass ich großes Glück hatte, aber ich bin das gesamte Rennen lang fehlerfrei gefahren." Auf dem Siegerpodium widmete Ticktum seinen Sieg dem gestern beim Motorrad-Grand-Prix tödlich verunglückten Daniel Hegarty.

Unverdient war der Sieg keinesfalls, denn Ticktum hatte in Runde 13 das Überholmanöver des Rennes gezeigt. In einem spannenden Kampf um Platz drei war der Brite beim Anbremsen der Lisboa-Kurve außen in einem Zug an Maximilian Günther (Prema) und Norris vorbeigegangen. Günther konnte in der Schlussphase des Rennens das Tempo seiner Rivalen nicht mehr mitgehen und kam hinter Pedro Piquet (Van Amersfoort) nur als Fünfter ins Ziel.

Getriebeschaden stoppt Mick Schumacher

Für die beiden besten Fahrer des Qualifikationsrennens endete das Rennen vorzeitig. Joel Eriksson (Motopark) hatte beim Start die Führung von Polesetter Callum Ilott (Prema) übernommen, rutschte aber beim Neustart nach der ersten Full-Course-Yellow-Phase in Runde 3 nach einem Verbremser in der Lisboa-Kurve ins Aus. Gleichzeitig fiel auch Ilott zurück, was im TV-Bild aber nicht zu sehen war. Da beide Fahrer ihre leicht beschädigten Autos anschließend in die Box fuhren, liegt der Verdacht nahe, dass es zu einer Berührung der beiden gekommen war.

Vorzeitig beendet war das Rennen auch für Mick Schumacher (Prema), doch der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hinterließ einen positiven Eindruck. Von Startplatz 20 aus war der 18-Jährige in nur einer Runde bis auf Platz 14 nach vorne gefahren, ehe ihn ein Getriebeproblem zur Aufgabe zwang.

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