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GT Masters: Spielberg

Heftiger Vettel-Crash und Sieg für Corvette

Während Fabian Vettel in der letzten Runde des zweiten GT-Masters-Rennens in Spielberg heftig crasht, fahren Pommer/Kirchhöfer zum Sieg.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Das Sonntagsrennen des GT-Masters auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg (Österreich) wurde von einem heftigen Unfall von Fabian Vettel überschattet. Der jüngere Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel bestreitet seine erste Saison im GT-Masters fährt zusammen mit dem Briten Philip Ellis den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 von HTP.

Bei der Anfahrt zur Remus-Spitzkehre der letzten Runde flog der gelbe Mercedes mit Vettel am Steuer heftig ab, nachdem sich im Windschatten des Zakspeed-Mercedes von Lucas Auer fahrend die Motorhaube geöffnet hatte. Vettel hatte beim Einschlag in die Streckenbegrenzung auf der linken Seite der Strecke ebenso Glück im Unglück wie einige Sportwarte, die direkt hinter der Barriere standen.

Vettel konnte sich aus eigener Kraft aus dem Unfallauto befreien, aber neben dem gelben AMG GT3 nahm auch besagte Streckenbegrenzung Schaden. Vettel/Ellis wurden infolge des Unfalls im Endergebnis des Rennens mit einer Runde Rückstand auf Platz 20 gewertet.

Den Sieg holten sich die von der Pole-Position gestarteten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer (Callaway-Corvette). Den zweiten Platz belegten Maximilian Götz und Indy Dontje im zweiten HTP-Mercedes (Startnummer 47). Das Podest wurde komplettiert von Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde im HCB-Audi.

Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer hat alles unter Kontrolle

Den Sieg holten sich die von der Pole-Position gestarteten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer (Callaway-Corvette). Den zweiten Platz belegten Maximilian Götz und Indy Dontje im zweiten HTP-Mercedes (Startnummer 47). Das Podest wurde komplettiert von Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde im HCB-Audi.

Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe.

Nach einer kurzen Safety-Car-Phase aufgrund einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im GT-Masters sicher.

Ereignisreicher Kampf um die Podestplätze

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifying-Zweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück.

Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen mit Defekt abstellen. Dadurch rückte Mercedes-Fahrer Götz in seinem 100. GT-Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Kollege Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte den gelben AMG GT3 auf Platz zwei ins Ziel.

Nachdem Teamkollege Jahn bis zum Boxenstopp auf Rang zwei gelegen hatte, fiel Kollege Sven Barth nach dem Pflichthalt auf die dritte Position zurück. Anschließend wurde er von Audi-Fahrer Niederhauser angegriffen, der schließlich in Runde 34 an der RWT-Corvette vorbeiging und damit für sich und Startfahrer van der Linde den dritten Podestplatz sicherte.

Sylvest gewinnt erneut die Junior-Wertung

Da Barth wegen Missachtens der Track-Limits in der Schlussphase eine Durchfahrtsstrafe absolvieren musste und auf Rang acht zurückfiel, ging der vierte Platz an die Samstagssieger Nicolai Sylvest und Jens Klingmann (MRS) im BMW M6 GT3. Sylvest gewann damit zum zweiten Mal am Wochenende die Pirelli-Junior-Wertung. Fünfte wurden Christian Engelhart und Mirko Bortolotti im bestplatzierten Lamborghini Huracan GT3 Evo der Heimmannschaft Grasser.

Wie bereits am Vortag fuhren Max Hofer und Christopher Mies (Land-Audi) auf Platz sechs. Hofer war damit am Sonntag der bestplatzierte Österreicher. Rolf Ineichen und Franck Perera (Grasser-Lamborghini) beendeten das Rennen als Siebte. Ineichen holte beim Heimspiel seines Rennstalls den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Hinter den wegen der Durchfahrtsstrafe auf Platz acht zurückgefallenen Jahn/Barth wurden Daniel Keilwitz und Maxime Martin (Propeak Performance) im Aston Martin Vantage GT3 Neunte. Die Top 10 komplettierten Jeffrey Schmidt und Christopher Haase (Mücke-Audi).

Die nächste Station im Kalender der GT-Masters-Saison 2019 ist Zandvoort (Niederlande) vom 9. bis 11. August. Die Audi-Piloten Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde gehen als Tabellenführer in die zweimonatige Sommerpause.

Stimmen der Sieger

Marvin Kirchhöfer (Callaway-Corvette): "Der Start war etwas turbulent. Nach der Safety-Car-Phase konnte ich mich etwas absetzen. Natürlich spielte uns in die Karten, dass die Corvette hier stark ist. Es war aber nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Wir mussten extrem pushen, um vorn zu bleiben. Wir können zufrieden sein, denn wir haben bisher immer das Maximum herausgeholt. Jetzt kommen nach der Pause die Strecken, die uns nicht so gut liegen. Daher müssen wir uns gut auf sie vorbereiten."

Markus Pommer (Callaway-Corvette): "Marvin hat toll vorgearbeitet. Ich hatte danach das Glück, dass sich hinter mir Patric Niederhauser und Sven Barth bekämpften und ich einen guten Vorsprung hatte. Ich war danach immer mit dem Team in Kontakt und wusste, wie groß mein Polster nach hinten ist. Ich habe nochmals gepusht, aber eigentlich lief dann alles nach Plan."

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