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Todt fürchtet sich vor Honda

Ferrari-Teamchef Jean Todt sieht die Scuderia als Zwerg gegen BAR-Honda, die Roten müssten sich vor dem japanischen Konzern ernsthaft fürchten...

So wenig Spannung und Action der zurückliegende Große Preis von San Marino auch verbreitete, so viel Diskussionsstoff gab es erstaunlicherweise nach dem Rennen.

Ein großes Thema war dabei natürlich der Vorfall zwischen Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya in der ersten Rennrunde. Ferrari-Teamboss Jean Todt gibt dem heißblütigen Kolumbianer dabei einen gut gemeinten Rat: „Er sollte bevor er solche Kommentare abgibt erst einmal ein paar Minuten darüber nachdenken, was er eigentlich sagen möchte.“

Doch obwohl Montoya aus Todts Sicht zu früh nach dem Aussteigen aus seinem Williams-Boliden in die Mikrofone der Pressevertreter sprach, sieht auch er das Dilemma: „Auf der einen Seite gibt es in der Formel 1 nicht genug Spektakel, nicht genug Überholmanöver, aber wenn es welche gibt, dann sprechen wir von Zwischenfällen“, sprach Todt den wunden Punkt der modernen F1 an.

So „verteidigte Michael nur seine Position“ und wenn er oder einer der anderen F1-Piloten „dies nicht machen“ würde, dann „sollte er sich einen anderen Job“ suchen. „Wäre es andersherum anders gewesen, hätte Montoya dann den Arm aus dem Auto gestreckt um Michael vorbeizuwinken? Keinesfalls. Es geht ums Racing.”

Mehr unruhige Minuten als das Montoya-Schumacher-Duell beschert dem Ferrari-Teamboss hingegen der Aufwärtstrend des BAR Honda Teams. „Mich befällt leichte Angst, wenn ich sehe gegen wen wir kämpfen“, würdigt der kleine Franzose die Leistungen der Truppe rund um David Richards.

Demzufolge sei BAR eindeutig „die Überraschung der Saison“, selbst da Todt „nur halb überrascht ist“, da Honda ein großer Konzern ist der schon lange in diesem Business aktiv ist. „Sie möchten konkurrenzfähig sein und ich bin mir sicher, dass sie noch besser werden wollen.“

Und während British American Racing mit Honda auf einen Weltkonzern und dessen Ressourcen zählen kann, spielt Todt seine kleine Scuderia aus Maranello etwas stark herunter. „Wir sind eine legendäre Firma, aber wir sind sehr klein, in der Mitte von nirgendwo in einer kleinen Provinz und wir haben sehr viel mehr Probleme als alle anderen Konkurrenten“, verkauft Todt seine Roten unter Wert.

„Ich fühle wirklich, dass es absolut außergewöhnlich ist was Ferrari in den letzten Jahren geschafft hat und ich hoffe einfach nur, dass dies so bleiben wird. Aber ich fürchte mich, wenn ich sehe gegen wen wir antreten müssen.“

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